Baustellen auf Schritt und Tritt

Nicht bei allen Laboern beliebt ist die Wohnanlage "Portland", die sich ebenfalls in großen Teilen noch als Baustelle präsentiert. Foto Stoltenberg

Laboe (pst) „Ich habe das Gefühl, dass ganz Laboe aus Baustellen besteht.“ Diese Feststellung hört man im Ostseebad derzeit recht häufig. Denn wenn schon nicht in ganz Laboe, aber zumindest im Unterdorf stößt man fast an jeder Ecke auf irgendein Bauvorhaben kleineren oder größeren Ausmaßes.

Gerade hatten sich die Laboer und ihre Gäste darüber gefreut, dass man zaunfrei die Neugestaltung des Rosengartens genießen konnte, da entsteht wortwörtlich wieder eine neue Baustelle an der Kreuzung Dellenberg, Hafen-, Parkstraße. Und die wird den Laboern wohl noch vier Wochen erhalten bleiben. Nötig wurden die Maßnahmen, weil die Klinkerdecke auf der Straße den schweren Bussen und anderen gewichtigen Gefährten nicht mehr gewachsen war. Außerdem erwies sich der Untergrund als nicht tauglich für eine derartige Belastung durch den Verkehr. Im Dellenberg gestaltet sich deshalb und aufgrund einer kleineren Baustelle das Ein- und Ausfahren etwas schwierig. Das Freya- Frahm-Haus soll noch in diesem Jahr an einigen wesentlichen Stellen saniert werden. Dazu gehören die Erneuerung des Außenanstrichs und der Einbau neuer Fenster. Gänzlich behindertengerecht kann Laboes neues (altes) Kommunikationszentrum aber aufgrund der Treppensituation nicht umgestaltet werden. Und auch am Hafen gibt es weiterhin einige Engpässe. Aber immer mehr kristallisiert sich die spätere großzügige Umfeldgestaltung zwischen einigen Sand- und Steinhügeln heraus. Auch der dritte Spielplatz nimmt schon ähnliche Formen an wie seine Vorgänger, soll aber später eher durch echte Spielgeräte als durch ästhetisches maritimes Aussehen glänzen. Nicht zu vergessen das neue Infozentrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Das entsteht nach vielem Hin und Her im Vorfeld als Anbau am neuen Rettungsschuppen. Zur kommenden Saison wird das Infozentrum-Team hier einziehen. Immer noch eine halbe, aber sehr großflächige Baustelle ist das ehrgeizige „Portland“- Bauprojekt, das Laboe sogar eine ganz neue Straße beschert. Einige der komfortablen Wohnungen sind bereits bezogen. Gerade auswärtige Autofahrer, die im Unterdorf unterwegs sind, dürften bisweilen ihre Schwierigkeiten haben, sich überall zurecht zu finden. Anwohner wiederum müssen schon einige Umwege in Kauf nehmen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Unter dem Strich könnte man schon den Eindruck haben, dass ein Teil von Laboe „eine einzige Baustelle“ ist. Die gute Nachricht: In einem Monat ist die Baustelle am Fuße des Dellenbergs Geschichte und Autofahrer können fortan über einen völlig dellenfreien Straßenbelag fahren. Und im kommenden Jahr werden auch die anderen Baustellen verschwunden sein, weil das Hafenumfeld im kommenden Frühjahr feierlich eingeweiht wird. 

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