Training für die Lachmuskeln

Vermieterin Ida Bodendieck (Traute Steffen, von rechts) macht aus der Not eine Tugend. Was macht es schon, dass die gute Stube doppelt vermietet wird. Eheleute Gerry Franzen (Kim Kruse) und Helmut Jäger (Asmus Fink-Stoltenberg) finden das nicht lustig.

 

Laboe. Keen Utkamen mit’t Inkamen heißt das neue Stück, das die niederdeutsche Bühne Laboer Lachmöwen ab Sonnabend, 24. Januar, 20 Uhr, im Laboer Kurparktheater zeigt. Doch bis sich der Vorhang zur Premiere hebt, bleibt noch einiges zu tun. Regie in dem Dreiakter von Fritz Wempner führt Katharina Butting aus Plön. Von Astrid Schmidt
Das Thema ist topaktuell: Viele Menschen kommen mit ihrem Einkommen einfach nicht aus und suchen nach Möglichkeiten, die Haushaltskasse aufzubessern. So geht es auch Ida und August Bodendiek (Traute Steffen und Jürgen Kruse). Das Rentner-Ehepaar hat mächtig zu knapsen. Aber statt zu resignieren, machen sie aus der Not eine Tugend und wollen ihre spärliche Rente mit Hilfe eines Untermieters aufbessern. Wenn es denn da nicht ein Problem gäbe: Ida möchte einen männlichen Untermieter, während August, der alte Schwerenöter, eine schnuckelige Untermieterin bevorzugt. Trotz aller Diskrepanzen bei der Planung wird inseriert. Und als bei dem täglichen Zank und Streit mit den Nachbarn ein Blumentopf, natürlich rein zufällig, vom Balkon auf Lisa Franzen (Caroline Köhncke) fällt, stellt sich heraus, dass die junge Frau ein Zimmer sucht. Doch auch Ida war in der Zwischenzeit nicht untätig und hat den jungen Lkw-Fahrer Klaus Jäger (Christian Becker) als Untermieter aufgenommen. Umso größer ist der Schreck beim Ehepaar Gerry Franzen (Kim Kruse/Michaela Fröh) und Helmut Jäger (Asmus Fink- Stoltenberg/Matthias Dehn), als sich heraus stellt, dass die gute Stube doppelt vermietet ist. In bewährter Manier und mit der professionellen Unterstützung von Katharina Butting starten die Laienspieler auch in ihrem 27. Jahr einen Frontalangriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer. Zum ersten Mal nach vielen Jahren sind Jan und Simone Steffen nicht auf der Bühne zu sehen. Die beiden erwarten in gut drei Wochen Nachwuchs. Dafür gibt’s allerdings zwei neue Gesichter. Kim Kruse aus Heikendorf steht das erste Mal auf der Bühne und muss die „plattdeutsche Sprache erst einmal erlernen“. „Das ist wie eine Fremdsprache und nicht so einfach“, gesteht sie. Michaela Fröh aus Kiel ist ebenfalls neu im Team. Auch sie ist keine „Muttersprachlerin im Plattdeutschen“, aber sie studiert unter anderem Niederdeutsch an der Christian-Albrechts- Universität und feiert ihr Bühnendebüt im Rahmen eines Praktikums. „Wir sind sehr froh über die Verstärkung“, sagt Jan Steffen mit Blick auf die kommenden 31 Vorstellungen. _ Gespielt wird bis 31. März im Laboer Kurparktheater. Die nächsten Termine: Dienstag, 27., Freitag, 30., Sonnabend, 31. Januar, Dienstag, 3., Freitag, 6. Februar jeweils 20 Uhr, Sonntag, 8. Februar, 16 Uhr. Kartenvorverkauf unter Tel. 04343/4946440, online unter www.lachmoewen.de
Quelle: Kieler Nachrichten

 

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