Bühne frei für die Handwerker

Asmus Finck-Stoltenberg (links) und Jan Steffen sind mit dem Baufortschritt im Laboer Lachmöwentheater zufrieden.

Die Niederdeutsche Bühne Laboe ist bekannt für ihre plattdeutschen Stücke. Doch neben dem Theater entwickeln die Amateure ihre Spielstätte auch ständig weiter. Derzeit laufen die Umbauarbeiten für das gesamte Foyer, die sanitären Anlagen und den Eingangsbereich auf Hochtouren. Denn die Zeit drängt, am 15. Juli hat das neue Stück Krämer Kray Premiere. Der Vorverkauf für den Fünfakter beginnt am 10. Mai. Noch sieht es nicht danach aus, dass in wenigen Tagen der Probenbetrieb wieder anläuft. Traute und Jan Steffen sowie Asmus Finck-Stoltenberg sind zufrieden und guter Dinge, als sie auf die Baustelle kommen. Schließlich haben sie reichlich Erfahrungen mit Baumaßnahmen in ihrer 30-jährigen Geschichte gesammelt. Anbauten, Modernisierungen und Erweiterungen liefen stets unter der Leitung der Spieler selbst. „Es ist ein straffer Zeitplan, aber bisher hat es immer geklappt“, sagt Traute Steffen. Die Handwerker, allesamt aus der Region, kommen gut voran. Sämtliche elektrische Leitungen sind neu verlegt, die WC-Anlagen werden barrierefrei und großzügiger als bisher gestaltet. Die Fußböden werden erneuert und auch die letzten Platzreserven durch geschickte Innenplanung ausgeschöpft. Genutzt wird beispielsweise nun auch der bisher unbeachtete Bereich vor dem ursprünglichen Seiteneingang des Gebäudes. „So konnten wir die Zugänge zu den Toiletten trennen, und wir erhalten mehr Platz“, erklärte Jan Steffen. Neu gestaltet wird auch der Küchen- und Tresenbereich, der auch optisch das Bild aufwerten soll. Denn mittlerweile hat neben dem Theaterstück auch der Imbiss zu Beginn oder in der Pause der Aufführung einen großen Stellenwert bei den Besuchern. Dem trage man insbesondere durch eine neue Funktion auf der Homepage der Laboer Lachmöwen Rechnung. „Die Gäste können ab sofort nicht nur Karten bestellen, sondern auch ihren gewünschten Tisch und die Speisen reservieren“, erklärte Steffen. Außerdem gibt es einen Online-Shop, in dem Besucher auch Gutscheine und DVDs ordern können. Die Gesamtkosten für den Umbau sind mit 140 000 Euro eingeplant. Gefördert wird dieses Projekt von der Aktivregion Ostseeküste und dem Landesprogramm Ländliche Räume Schleswig-Holstein. Quelle KN von Astrid Schmidt

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