Knicks im Krützkrog werden privatisiert

 

LABOE. Es bleibt dabei: Die zu schützenden Knicks im geplanten Neubaugebiet Krützkrog sollen jeweils Teil der privaten Grundstücke werden. Die Bitte des Umweltausschusses, seinen entsprechenden Beschluss dazu vom Januar zu überdenken, lehnte der Bauausschuss mit Mehrheit ab. Wie berichtet, wird über die Aufstellung des Bebauungsplans 42 diskutiert, der am Ortsrand von Laboe in Richtung Brodersdorf Wohnraum für etwa 500 Neubürger schaffen soll. Inzwischen hat sich eine Initiative gegen das Neubaugebiet gegründet. Zu deren Kritik in der Einwohnerfragestunde des Bauausschusses betonte Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst, dass es noch gar keinen B-Plan gebe: „Wir sind in einem sehr frühen Stadium des Verfahrens.“ Der Umweltausschuss hatte wie berichtet den meisten Punkten eines umfangreichen Antrags der beiden grünen Fraktionen zur Gestaltung und Pflege der Grünflächen in dem Baugebiet zugestimmt. Kontrovers würde über das Thema Knicks diskutiert – letztlich war dem Bauausschuss empfohlen worden, das Thema wegen neuer gesetzlicher Grundlagen neu zu beraten. Andrea Harrje (Grüne) erläuterte jetzt noch einmal, dass auch die privaten Eigentümer zum Erhalt der Knicks verpflichtet wären. Das sei aber nur schwer zu kontrollieren. Sie warb dafür, die Knicks nicht umzuwidmen, sondern in öffentlichem Besitz zu lassen. Dem stimmte auch Inken Kuhn (SPD) zu. Erst nach längerer Diskussion wurde klar, dass vor einem neuen Beschluss zunächst der alte aufgehoben werden müsste. Der Antrag zur Aufhebung wurde dann mit sechs zu fünf Stimmen abgelehnt. chr 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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