Vorfahrt für Behindertenparkplätze

Wie am besten auf der Freifläche zwischen der Polizei und dem Beeke-Sellmer-Haus zwei Behinderten-Parkplätze entstehen können, soll ein Planer prüfen

Laboe. Seit Jahren ist die Verwendung der Fläche des ehemaligen alten Schulhauses ein Thema in der Gemeinde Laboe. Viele Vorschläge wurden bereits gemacht – von einem Schulgarten bis hin zum Parkplatz. Die Mitglieder des Bauausschusses gaben nun ihre Empfehlung, möglichst nah am Beeke-Sellmer-Haus zwei Behindertenparkplätze und eine Be- und Entladezone einzurichten. Eine entsprechende Anregung war vom Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Soziales verabschiedet worden. Auf Hinweis von Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst beschlossen die Ausschussmitglieder zudem, einen Planer hinzuzuziehen. Der soll die optimale Variante der zwei Zufahrtmöglichkeiten zu dem Grundstück prüfen, auch im Hinblick auf die besonderen Anforderungen an einen Behinderten-Stellplatz. Die LWG-Fraktion mahnte an, dieses Thema zügiger zu entscheiden. „Es kann nicht sein, dass wir schon acht Jahre darüber reden“, so Carsten Leonhardt. Nach nur eineinhalb Jahren stand der Zustand des Lammertzwegs wieder auf der Tagesordnung. Diese wassergebundene Straße macht vor allem den Anliegern im vorderen Bereich Sorgen. 2015 war der Weg für rund 20 000 Euro wieder hergestellt worden. Doch bereits nach kurzer Zeit, so beklagte auch Anwohner und SPD-Vertreter Wilhelm Kuhn, gebe es Schlaglöcher und Auswaschungen, in denen sich das Wasser sammle. Lorenz Levsen vom Ingenieurbüro Levsen erklärte nach einem Ortstermin im Januar, der Zustand des Lammertzwegs entspreche den Erwartungen an einen wassergebundenen Weg ohne Neigung. „Durch den Fahrzeugverkehr und Dreh- und Wendebewegungen kommt es auf gut 60 Metern Länge zu den Schlaglöchern“, sagte er. Im hinteren Bereich sei der Zustand noch zufriedenstellend. Bereits vor vier Jahren habe sein Vater, Hermann Levsen, drei Varianten zur Lösung des Problems vorgestellt, erklärte der Fachmann. Die Komplettvariante – einen Ausbau der Straße (rund 200 000 Euro Kosten) – hätten die Gemeindevertreter seinerzeit verworfen. Problematisch sei auch die Entwässerung. Kuhn berichtete, dass das Regenwasser über die sogenannte Hexentreppe abgeleitet werde. Wo genau das Rohr liege und welchen Umfang es habe, das wisse nicht einmal der AZV, erklärte Levsen. Der Bauausschuss stellte eine Entscheidung zurück. Die Fraktionen werden nun erneut darüber beraten, ob der Ausbau der Straße so fortgeführt werden soll wie bisher, oder entlang einer Teilstrecke eine Entwässerung gelegt werden soll. „Ein reines Auffüllen der Schlaglöcher für 5000 Euro ist sicher keine Option“, so Levsen. Carsten Leonhardt (LWG) mahnte an, für 2018 entsprechende Haushaltsmittel einzustellen. Es könne keine Lösung sein, alle zwei Jahre 20 000 Euro aufzuwenden, und damit keinen Schritt weiter zu kommen, sagte er. Im nächsten Bauausschuss wird erneut beraten.
Quelle: Kieler Nachrichten

 

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