Haus-I-Gelände: Zukunft weiter ungewiss

LABOE. Im April 2015 wurde das schon lange nicht mehr genutzte ehemalige Schulgebäude Haus I abgerissen. Die Diskussion um eine neue Nutzung des Geländes hatte längst vorher begonnen, doch auch in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses wurden erneut nur Möglichkeiten aufgelistet. „Ich war erstaunt, wie oft wir schon darüber nachgedacht haben“, sagte der Ausschussvorsitzende Volkmar Heller (SPD), der seinem Beschlussvorschlag eine Dokumentation der bisherigen Diskussion vorangestellt hatte. „Wir müssen jetzt mal eine Linie finden“, meinte Heller. Viel Gesprächsbedarf hatte der Ausschuss zu diesem Thema jedoch nicht. Nach kurzer Diskussion wurde der vorbereitete Beschluss einstimmig befürwortet. Danach wird empfohlen, kurzfristig zwei Behindertenparkplätze sowie eine Fläche „zum Be- und Entladen für Aktivitäten und Ausrüstung des Beeke-Sellmer- Hauses“ auszuweisen. Außerdem wird der Arbeitskreis beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten, wie das Gelände langfristig zu nutzen ist. Zu den schon mehrfach diskutierten Möglichkeiten gehören auch Flächen für weitere Klassenräume und die offene Ganztagsschule der Grundschule. Schulleiterin Claudia Telli hatte zuvor dem Ausschuss berichtet, dass sie viele Neueinschulungen erwarte und das Neubaugebiet „Krützkroog“ für noch mehr Raumbedarf sorgen werde. Auch das Interesse an der OGTS sei weiter groß. In der Küche werden täglich zwischen 80 und 95 Essen ausgegeben. Ebenfalls diskutiert wurde bereits die Schaffung von Kita- Plätzen auf dem Gelände, eventuell auch im Zusammenhang mit einer Nutzung des ehemaligen Polizeigebäudes. Dazu teilte Jürgen Dräbing von der Amtsverwaltung mit, dass eine Nachfrage ergab, dass das Land das Gebäude verkaufen will. Vor einer neuen Nutzung des Hauses würden aber hohe Umbaukosten vor allem im Sanitärbereich fällig. Zur Versorgung mit Kita- Plätzen erklärte Dräbing, dass sich die Situation zwar kurzfristig entspannt habe, aber jetzt langfristige Lösungen gefragt seien. Noch sei der Bedarf nicht endgültig klar, weil die Anmeldefrist für Plätze bis zum 15. Februar läuft. „Wir brauchen ein System, das flexibel reagiert“, betonte Dräbing. Nach den derzeitigen Anmeldezahlen würden für Kinder im Alter über drei Jahren zwölf Plätze fehlen, während für Kinder im Alter unter drei Jahren 13 Plätze nicht belegt seien. chr 

Quelle: Kieler Nachrichten

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