Neubaugebiet nimmt Formen an

Ohne Kreisverkehr (oben rechts) kein Neubaugebiet - so soll das Gebiet mit rund 180 Wohneinheiten in etwa aussehen. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Rund 180 Wohneinheiten werden am sogenannten „Krützkroog“ in Laboe entstehen. Das Neubaugebiet auf der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche am Ortsrand nimmt weiter Formen an. Die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde trafen in ihrer Sitzung am Dienstag weitere vorbereitende Entscheidungen für den Entwurf des Bebauungsplans. Der soll im Mai verabschiedet werden. Bis dahin würden alle erforderlichen Gutachten wie zum Beispiel zur Bodenuntersuchung und zur Verkehrsführung fertiggestellt, versicherte Planer Kai Gieseler. Er wies darauf hin, dass die Planung noch in einem sehr frühen Stadium sei. Die Gemeinde habe sich zum Ziel gesetzt, den Entwurf zum Bebauungsplan für das Neubaugebiet zwischen Brodersdorfer Weg, Feldstraße und Kiebitzredder im Mai zu verabschieden. „Dann haben die Bürger vier Wochen Zeit, dazu Hinweise und Anregungen zu geben“, sagte Gieseler. Die im Baugebiet geplante Kindertagesstätte soll in die Nähe eines neuen Spielplatzes gelegt werden. Entsprechende Anregungen waren aus der Einwohnerschaft gekommen. Spielplatz und Kita seien auf die Baugrenze zwischen neuem Gebiet und Altbestand gelegt, um eine Verbindung von Neubürgern und Alteinwohnern zu schaffen, erklärte Gieseler. Kontrovers diskutiert wurde die verkehrliche Verbindung zur Feldstraße. Mehrheitlich stimmten die Vertreter für eine Anbindung in gleicher Fahrbahnbreite, die allerdings durch einen Poller unterbrochen werden soll. Die Laboer Wählergemeinschaft (LWG) hatte sich vehement dagegen ausgesprochen. „Wir fordern, die Verkehrsströme nicht durch die Feldstraße zu lenken“, betonte Jürgen Schröder. In der Diskussion um die Knicks plädierten SPD und Grüne für eine öffentliche Pflege und den Erhalt der Pflanzungen. Mehrheitlich fiel jedoch die Entscheidung, die Knicks als Teil der Grundstücke an die privaten Eigentümer zu verkaufen. Gründe: Der zusätzliche Pflegeaufwand durch den Bauhof und erhebliche Bauflächeneinbußen durch einzuhaltende Mindestabstände. Einstimmiges Votum: Die Mehrgeschossbauten sollen an der Haupterschließungsstraße angesiedelt werden sowie drei Stockwerke und elf Meter Höhe nicht übersteigen. Für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sind maximal zwei Vollgeschosse und neun Meter Gebäudehöhe festgelegt. Auf Anregung der SPD, eine Anzahl öffentlich geförderter Wohnungen vorzusehen, erklärte Wilfried Sommer von der Förde Sparkasse als Erschließungsträger, es gebe dazu bereits Gespräche mit einer Gesellschaft. Voraussetzung sei ein zügiges Planverfahren. Wilhelm Kuhn (SPD) regte außerdem die Energieversorgung über ein Blockheizkraftwerk an. Beide Themen sollen in der nächsten Sitzung des Bauausschusses behandelt werden. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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