Neue „Berlin“ absolvierte ihren ersten Einsatz

Der neue Rettungskreuzer "Berlin" machte bei der "Marie Lehmann" fest und brachte eine Ärztin an Bord

Laboe. Offiziell ist Michael Müller mit seiner neuen „Berlin“ noch in der Trainingsphase. Doch wenige Tage nach der Überführung des neuen Seenotrettungskreuzers musste die Mannschaft jetzt erstmals ran: Am Mittwochabend war an Bord des Frachters „Marie Lehmann“ in der Kieler Bucht ein Seemann erkrankt. Die Besatzung der „Berlin“ startete mit einer Seenotärztin an Bord zum Einsatz und erreichte den 88 Meter langen Frachter nahe des Leuchtturms Kiel gegen 21.30 Uhr. Vor Ort ging die neue „Berlin“ bei der „Marie Lehmann“ längsseits und die Seenotärztin sowie ein als Rettungsassistent ausgebildeter Seenotretter stiegen über. Zu dem Zeitpunkt herrschten laut Seenotretter in dem Seegebiet Wind mit Stärke vier bis fünf. Die Seenotärztin entschied, den 52-jährigen Patienten auf der „Marie Lehmann“ zu versorgen und zu stabilisieren. Der Kapitän des Frachters nahm Kurs auf den Kieler Ostuferhafen, wo dann gleichzeitig der Rettungsdienst aus Kiel bereitstand. Die „Berlin“ kehrte danach zu ihrem Stützpunkt zurück. „Unser neuer Seenotrettungskreuzer hat sich bei seinem ersten Einsatz hervorragend bewährt“, sagte Vormann Michael Müller. Der Frachter konnte seine Reise nach Rendsburg fortsetzen. Die alte „Berlin“ hat Laboe inzwischen verlassen und ist in Rostock bei der Tamsen Werft, wo sie auf die Übergabe an einen Käufer vorbereitet wird. Die beiden Namensschilder sind abmontiert. Ein Schild wurde bei der Taufe am 17. Dezember versteigert, das andere kommt zurück zur Station nach Laboe – als Andenken.
Quelle: Kieler Nachrichten

 

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