Der Umbau der Polizei im Kreis wird 2015 konkret

Wird geschlossen: die Polizeistation Laboe

 

SchönbergDer seit langem angekündigte Umbau der Polizei im Kreis Plön hat zum Jahresanfang begonnen. Erste Stationen sind geschlossen, andere erhalten noch eine Schonfrist. Dadurch ändern sich aber auch die Zuständigkeiten. Bereits zum 1. Juli war deshalb die Polizei-Zentralstation Plön in ein Polizeirevier umgewandelt worden. Jetzt erfolgen die nächsten Realisierungsschritte. Nicht angetastet werden soll aber die Präsenz der Polizei für den Bürger: Wenn er sie braucht, dann soll sie erreichbar sein. 

Neu ist, dass die bisherige Polizeizentralstation Preetz nun dem Revier in Plön unterstellt ist. Der Zuständigkeitsbereich wird aber nach Polizeiangaben dadurch auf Kühren, Lehmkuhlen, Rastorf, Schellhorn und Wahlstorf (Holstein) erweitert. Er deckt nun den gesamten Bereich des Amts Preetz-Land ab. Das gilt auch für die Kommunen, die bisher unter die Zuständigkeit von Kirchbarkau fielen. Kirchbarkau selbst ist nun auch Preetz unterstellt und soll erst Ende Mai 2015 geschlossen werden. Geschlossen wird die Polizeistation Ascheberg. Ebenfalls geschlossen werden Hohwacht und Blekendorf. Beide Gemeinden werden künftig durch die Zentralstation Lütjenburg betreut. Wann genau Laboe und Probsteierhagen zumachen werden ist derzeit noch offen. Das gilt auch für Selent. „Der genaue Zeitpunkt ist abhängig von intern zu klärenden organisatorischen Fragen“, so Polizeipressesprecher Harald Höpcke. Konkret heißt das für Schönberg, sobald ein neues, größeres Gebäude für die Polizei gefunden worden ist. Denn durch die Schließung von Probsteierhagen soll Schönberg personell verstärkt werden, mehr Platz braucht aber auch die Feuerwehr. Deshalb soll/muss die Polizei umziehen. Nach Informationen des Probsteier Herold prüft die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR derzeit, ob dafür der aufgegebene Schlecker-Markt am Knüll in Frage kommt. Die Feuerwehr würde dann die Räumlichkeiten der Polizei für sich nutzen wollen. Das gleiche gilt für Lütjenburg, wo ein Umzug der Polizei in das leer stehende Soldatenheim im Gespräch ist. Hintergrund für die Polizeireform ist das hohe Aufkommen von Einsätzen in Kiel im Vergleich zum Kreis Plön. Deshalb sollen im Kreis Plön zehn Dienststellen abgebaut und zur Entlastung nach Kiel verlagert werden. Zwangsläufig ist dies verbunden mit der Schließung kleinerer Ein- und Zwei-Mann- Stationen. Das neue Konzept bedeutet aber aus Polizeisicht nicht, dass künftig weniger Streifenwagen im Einsatz sein werden, heißt es in einer Erklärung der Polizeiführung. Die Polizei konzentriere aber ihre Kräfte auf weniger Standorte, die dann verstärkt und leistungsfähiger sein werden. Mehr Beamte sollen danach eben in Schönberg, Lütjenburg und Plön stationiert werden. Für den Dienstalltag der Beamten bedeutet dies, dass sie künftig im Regelfall nur noch zu zweit und nicht mehr alleine zu einem Einsatz ausrücken werden. Dies komme dem Schutz der Beamten entgegen, heißt es weiter. Für den Bürger selbst ändere sich nur wenig – für sie bleibe die Polizei immer über den Notruf 110 greifbar. Mit der Ausnahme der Polizeistationen in Selent und Probsteierhagen sind die Dienststellen des Kreises Plön weiter in der Regel von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr besetzt. Jörg Wilhelmy 

 

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