Lachmöwen proben ein neues Stück

Heini Knoop (Asmus Finck-Stoltenberg) versucht mit allen Mitteln, seine Ehefrau Elsbeth (Angela Tafel) zu verführen

Laboe. „De kostenlose Bibelstünn“ heißt das neue Stück der Niederdeutschen Bühne Laboe „De Laboer Lachmöwen“. Es trifft den Zeitgeist und nimmt mit Schwung und Ironie die Gutgläubigkeit der Menschen auf die Schippe. Am Sonnabend, 21. Januar, 20 Uhr, hebt sich der Vorhang im Theater am Kurpark zur Premiere. Gespielt wird der Dreiakter von Inge Debelts um Sektenspuk und Bauernschläue bis 31. März. Heini Knoop (Asmus Finck-Stoltenberg) hat ein kleines Vermögen geerbt. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Elsbeth (Angela Tafel) möchte er nun das Leben genießen, es sich gut gehen lassen und seine Angetraute ein wenig verwöhnen. Doch die ist notorisch unzufrieden, nichts kann er ihr recht machen und ständig hat sie Kopfschmerzen. Genervt sucht Heini Trost in der Kneipe. Dort begegnet er dem „erleuchteten Adamus“, alias Lothar Meier (Matthias Dehn), Gründer und Chef des Christlichen Ostfriesischen Männervereins (COM) und seiner Partnerin Alvina, mit bürgerlichem Namen Elvira Bartsch (Caroline Köhncke). Geistheiler Adamus verspricht Heini, seine Frau von ihrem quälenden Kopfschmerz zu befreien. Voller Hoffnung lädt er Adamus und Alvina in sein Haus ein, wo die beiden Betrüger dann auch viel Hokuspokus betreiben. Schließlich wollen sie Heini in ihre Sekte locken und sich seinen Besitz aneignen. Heini ist, nicht zuletzt von den Verführungskünsten der Hexe Alvina, schon ganz benommen, als die lebenserfahrene Oma Linneweber (Traute Steffen) misstrauisch wird. Gemeinsam mit dem plietschen Lehrling Hannes Puhl (Christian Becker) und dem Detektiv Max Finger (Jan Steffen) kommen sie dem Treiben auf die Schliche und wollen den „Erleuchteten“ bald heimleuchten. „Heute geht es oft nur noch um schnelle Lösungen. Da haben Betrüger leichtes Spiel. Dieses Stück ist ein frecher Schlag ins Gesicht der Bourgeoisie“, sagte Regisseur Matthias Jaschik. Er arbeitet zum zweiten Mal mit der Amateurtruppe in Laboe und zollt den Spielern großen Respekt für ihre Leistung. „Die besondere Herausforderung in diesem Stück liegt bei den Figuren. Die Spieler müssen auf zwei bis drei Ebenen gleichzeitig agieren und jede Rolle glaubwürdig rüber bringen“, erklärte Jaschik. Die Zuschauer werden mit Jana Tresp aus Laboe auch ein neues Gesicht auf der Bühne sehen. Sie teilt sich die Rolle der Alvina mit Caroline Köhncke.
Es gibt 35 Spieltermine , Kartenvorverkauf: Tel.: 04343/4946440 oder im Internet unter w ww.lachmoewen.de
Quelle: Kieler Nachrichten

 

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