"Offenes Haus" kommt nicht gut an

Das Freya-Frahm-Haus soll ein "offenes Haus" für alle Laboer sein. Doch bisher entscheiden sich nur wenige, das Haus zu nutzen. Foto: ASC

Das Freya-Frahm-Haus soll ein „offenes Haus“ für alle sein. Das betonte Volkmar Heller im Ausschuss für Bildung, Soziales, Kultur und Sport. Beschlossen wurde das Rahmenprogramm des Fördervereins Freya-Frahm-Haus für 2017 mit rund 25 Veranstaltungen. Im Zuge der Haushaltsberatungen wurde darauf hingewiesen, dass die Küche in der Grundschule Laboe an ihre Kapazitätsgrenzen stößt.  Seit zwei Jahren laufen im Freya-Frahm-Haus kulturelle Veranstaltungen, vornehmlich Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Gesprächskreise oder Workshops. Doch noch immer ist das Haus politisch umstritten. „Zu viel Kunst und Kultur“ sagen die einen, die anderen beklagen, dass die Laboer das Angebot nicht annehmen. Ausschussvorsitzender Volkmar Heller betonte noch einmal den Charakter des Hauses, in dem sich alle Gruppen treffen können. „Sie müssen sich nur anmelden“, appellierte er an die Laboer, das Angebot mit Leben zu füllen. Er betonte auch, dass Gruppen die Räume auch während laufender Ausstellungen nutzen könnten. „Das eine schließt das andere nicht aus“, betonte Volkmar Heller.  Die Küchenkapazität in der Grundschule gerate personell und örtlich an ihre Grenzen, stellte der Ausschuss fest. Die Zahl der Essensausgaben hätten sich auch im Zuge der Nutzung der Offenen Ganztagsschule ständig erhöht, die Ausgabekräfte kämen nicht mehr nach, wenn zwischen den drei Essensausgaben Geschirr gespült werden müsse, nannte Heller ein Beispiel. „Wir müssen uns Gedanken über eine Modernisierung der Küche machen“, sagte er. Spontan wurde entschieden, eine Summe von 20 000 Euro für den Haushalt 2017 vorzusehen. Beraten wird darüber noch im Finanzausschuss und abschließend in der Gemeindevertretung.  Die Überlegungen für das Grundstück des abgerissenen Schulgebäudes werden erst einmal vertagt. Wie berichtet, war dort ein Multifunktionsgebäude eine erste Idee. Grund ist das seit kurzem leer stehende Polizeigebäude. Das, so die ersten Überlegungen, könnte die Gemeinde erwerben und eventuell mit dem Grundstück gemeinsam nutzen. Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst werde sich informieren, sodass Anfang des Jahres darüber beraten werden könne, so Heller.  

Quelle: Kieler Nachrichten

 

Zurück