SPD erhält Zuwachs von den Grünen

Kein einladender Zustand für Touristen. Der Kiosk am Birkenweg steht seit Jahren auf der Agenda im Ostseebad Laboe. Jetzt will der Pächter neu bauen. Doch die Gemeinde berät noch über vertragliche Details. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Die Sitzordnung in der Laboer Gemeindevertretung hat sich nur unwesentlich geändert. Dafür jedoch die Kräfteverteilung. Wie berichtet, hatten sich Inken Kuhn und Ralf Mattern entschlossen, von der Grünen- in die SPD-Fraktion zu wechseln. In der jüngsten Sitzung verlas Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst die persönlichen Erklärungen beider Vertreter. In Sachen Kiosk Birkenweg wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, vertragliche Details werden noch beraten. Gleich zum Auftakt der Sitzung musste sich die Öffentlichkeit allerdings noch einmal aus dem Saal begeben. Die Fraktion der Wählergemeinschaft (LWG) wollte über das im nicht öffentlichen Teil vorgesehene Thema „Kiosk Birkenweg“ öffentlich beraten. Die SPD wünschte dazu eine Aussprache, was zur Folge hatte, dass alle Zuhörer den Raum verlassen mussten. Es könne bei dieser Diskussion dann doch leicht sein, dass persönliche Daten genannt würden, begründete Amtsdirektor Sönke Körber den Vorgang. Die LWG-Fraktion konnte sich mit ihrem Wunsch nach öffentlicher Beratung dann doch nicht durchsetzen, sodass über die vom Betreiber gewünschten Baupläne für einen neuen Kiosk am Birkenweg hinter verschlossenen Türen beraten wurde. Wie Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, sei der Antrag der LWG abgelehnt worden, das Ausschreibungsverfahren für den Kiosk neu zu starten. Die Verhandlungen sollen mit dem langjährigen Pächter weitergeführt werden. Allerdings sollen nun noch vertragliche Details beraten werden. Beschlossen wurde auch, dass mit dem Deutschen Marinebund, der sich ebenfalls für das Projekt interessierte, keine Verhandlungen geführt werden sollen, so Mordhorst weiter. Der Kiosk am Birkenweg steht seit Langem in der Kritik, und einig sind sich alle: Dort muss dringend investiert werden. Bereits unter Alt-Bürgermeisterin Karin Nickenig und später ihrem Nachfolger Walter Riecken hatte es Begehungen gegeben, in denen dem Standort Birkenweg dringender Handlungsbedarf attestiert wurde. Auch im damals verabschiedeten „Toilettenkonzept“ erhielt der Standort mit öffentlichen WCs und Kiosk Priorität. Nun bleibe die Hoffnung, dass sich Gemeinde und Investor vertraglich einigen, damit dort ein zeitgemäßes touristisches Angebot entstehen könne, hieß es. Abgesetzt wurde auf Antrag der LWG die Beratung über die Besuchererhebung in der Schwimmhalle. Ein gleichlautender Wunsch sei bereits in einer vorangegangenen Sitzung abgelehnt worden, sagte Carsten Leonhardt zur Begründung. Unterstützung erhielt er von der SPD. „Es hat sich kein neuer Sachverhalt ergeben“, so Volkmar Heller, SPD-Fraktionsvorsitzender. Heller betonte mit Blick auf die personelle Verschiebung innerhalb der Gemeindevertretung, dass es trotz der Verstärkung durch zwei Mitglieder nicht Ziel der SPD-Fraktion sei, Positionen neu zu besetzen, wie beispielsweise die der stellvertretenden Bürgermeisterin. Man sei mit der Grünen- Vertreterin Wiebke Eschenlauer auf diesem Posten sehr zufrieden, sagte er. Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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