Neue Pläne für das Gewerbegebiet

Die Kinderkrippe des DRK ist im Gebäude eines ehemaligen Gewerbegebietes untergebracht.

 

LABOE. Die Gemeinde Laboe will das Gewerbegebiet am Schwanenweg und die benachbarte Bebauung überplanen. Die Mitglieder des Bauausschusses empfahlen nun in ihrer Sitzung als Voraussetzung dafür eine Veränderungssperre. Die Eckpunkte der Planung stellte Planer Oliver Kühle vom Büro B2K vor. Außerdem einstimmig beschlossen: Für den Bereich Steiner Weg soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Ein Investor will auf dem rund 14 000 Quadratmeter großen unbebauten Grundstück am Steiner Weg Reihenhäuser bauen, dafür hat er eine Bauvoranfrage gestellt. Aufgrund der Grundstücksgröße sieht die Gemeinde diesen Bereich, der auch eine Waldfläche beinhaltet, nicht als klassische Baulücke und fordert deshalb dafür einen neuen Bebauungsplan für die Fläche zwischen den Straßen Am Ehrenmal, der Kreisstraße und dem Steiner Weg 30 bis 36. Entstehen soll dort laut Bauvoranfrage ein Wohngebiet mit drei bis fünf Reihenhäusern im nördlichen und Doppel- sowie Einzelhäusern im südlichen Bereich. Der Bauausschuss formulierte auch konkrete Vorgaben: Die Gebäude dürfen nicht höher als zehn Meter sein und maximal zwei Vollgeschosse haben. Dazu kommen Schallschutzmaßnahmen sowie jeweils zwei Stellplätze auf den Grundstücken. Die verkehrliche Erschließung soll über den Steiner Weg erfolgen. Für das jetzige Gewerbegebiet im Schwanenweg und Teile des benachbarten Gebietes mit Getränkemarkt und Wohnbebauung wird ein „einfacher Bebauungsplan“ als ausreichend für die Umwandlung in ein Mischgebiet angesehen. Hintergrund ist die mit den Jahren stark veränderte Nutzung in dem Areal. Kühle nannte als Beispiele Leerstand, Lagerhallen, Wohnbebauung und auch die Kinderkrippe, die in einem ehemaligen Betriebsgebäude untergebracht ist. All dies könnte in einem Mischgebiet rechtssicher betrieben werden. Der Planer wies allerdings auf veränderte Lärmschutzwerte hin, die nur gering über denen für Wohngebiete lägen. „Bestehende Gewerbebetriebe haben Bestandsschutz. Sollte sich ein Betrieb erweitern oder verändern, gelten die neuen Vorgaben“, erklärte Kühle. Die Mitglieder des Bauausschusses folgten seinem Vorschlag, beide Gebiete zusammenzuführen und sprachen sich einmütig für den Erlass einer Veränderungssperre aus. Die soll sicherstellen, dass während des Verfahrens keine der Planung entgegenstehenden Bauten errichtet werden. Die endgültige Entscheidung darüber fällt in der Gemeindevertretung. Von asc Quelle Kieler Nachrichten  

 

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