Laboes Schuldenberg droht weiter zu wachsen

Laboe. Zur Finanzierung des Laboer Haushalts 2017 sieht der Entwurf der Amtsverwaltung eine Kreditaufnahme von 533 900 Euro vor. So könne das nicht weiter gehen, meinten einige Mitglieder des Finanzausschusses, der den Entwurf nach langer Diskussion am Ende nur zur Kenntnis nahm. Ein Beschluss ist für Dezember geplant. Die Schulden stiegen immer weiter, eine Einsparung sei nur bei den Eigenbetrieben möglich, sagte Jörg Erdmann (CDU). Die Gesamtverschuldung der Gemeinde bezifferte er auf 8,1 Millionen Euro. Es gebe keinen freien Finanzspielraum, ständig müssten neue Kredite aufgenommen werden: „Es kann nicht so weiter gehen auf Dauer.“ Das sah auch Dieter Rauschenbach (SPD) so: „Mich beunruhigt der gewaltige Schuldenstand, den die Gemeinde vor sich her schiebt. Er nannte die Zahlen „erschreckend“. Carsten Leonhardt (LWG) wies ebenfalls auf die Eigenbetriebe hin – nur da könne man noch gegensteuern, aber: „Da passiert nichts.“ Er plädierte dafür, erst dann über den Haushalt abzustimmen, wenn der Wirtschaftsplan der Eigenbetriebe vorliegt. Der Entwurf des Haushalts für das kommende Jahr sieht Investitionen in Höhe von 569 000 Euro vor. Allein 340 000 Euro sind für Straßensanierungen eingeplant. Außerdem sind 47 000 Euro für die Ausrüstung der Feuerwehr, 66 000 Euro für digitale Handfunkgeräte, 8000 Euro für die Ausstattung der Grundschule, weitere 8000 Euro für zwei Nebeneingangstüren am Schulgebäude, 20 000 Euro für die Erneuerung der Heizungsanlage im Haus II, 45 000 Euro für die restliche Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik, 20 000 Euro für die Gestaltung des Außenbereichs des Freya-Frahm-Hauses (finanziert aus einer Sonderrücklage) sowie 15 000 Euro für die Erneuerung der Regenwasserableitung am Hafenpavillon vorgesehen. In der Vorlage der Verwaltung wird betont, die Haushaltslage der Gemeinde sei „nach wie vor angespannt“. Nach dem derzeitigen Stand der Finanzplanung könnten die Verwaltungshaushalte der Jahre 2018 bis 2020 aber angesichts der erwarteten Steuereinnahmen ausgeglichen gestaltet werden, „sofern sich in diesem Zeitraum der Anstieg der laufenden Ausgaben auf das unabdingbar erforderliche Maß begrenzen ließe“. Chr
Quelle: Kieler Nachrichten

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