Feuerwehrfahrzeug endlich auch offiziell übergeben

Wehrführer Kurt Jahn und Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst am neuen Fahrzeug, das in Gedenken an Walter Riecken den Namen Walter erhielt

Laboe. Die Feuerwehr Laboe hat ein neues Löschfahrzeug. Das ist zwar schon seit Monaten im Einsatz, wurde aber erst jetzt offiziell übergeben. Gemeinde und Wehr demonstrierten dabei am Sonnabend Harmonie, doch tatsächlich sieht es wohl immer noch anders aus. Kreiswehrführer Manfred Stender ging in seiner Rede kurz auf die Probleme ein. „Ehrenamt ist nicht zum Nulltarif zu haben“, betonte er und dazu gehörten auch Respekt und Anerkennung. „Es schien so, als wäre das in Laboe nicht gegeben – aber ich glaube, Sie sind auf einem guten Weg“, sagte Stender. Wie berichtet, war das angespannte Verhältnis zwischen der Wehr und Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst eskaliert, als diese im Juni in einer Sitzung auf eine Frage eines Feuerwehrmannes nicht einging. Ein Teil der Wehr drohte mit Austritt, der Blaulicht-Tag am Hafen fand ohne die Wehr statt. „Die Gemeinde steht hinter der Feuerwehr“, betonte Mordhorst am Sonnabend. Zuvor hatte die Bürgermeisterin, die wegen der Übergabe ihren Urlaub unterbrochen hatte, an den einstimmigen Beschluss 2014 für die Anschaffung erinnert. Das 340 000 Euro teure Fahrzeug, das Ende 2015 in Betrieb ging, „wird Ihre Einsätze erleichtern und ein Stück sicherer machen“, sagte Mordhorst. Das Löschgruppenfahrzeug 20/30, das Platz für neun Personen bietet und über eine umfangreiche Ausrüstung verfügt, erhielt im Gedenken an den verstorbenen Bürgermeister Walter Riecken den Namen „Walter“. Die Feuerwehr Laboe verfügt über acht Fahrzeuge. Die Wehr hat 49 Aktive und ist mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren eine der jüngsten im Kreis, wie Stender betonte. Als Wehrführer Kurt Jahn den Schlüssel an Gerätewart Thorsten Pickel weitergab, meinte er: „Du kennst das Auto ja schon.“ Jahn sprach von einem ordentlichen Fahrzeug, mit dem die Wehr sehr zufrieden sei. Er hoffe, dass mit der für 2017 anstehenden Entscheidung über eine neue Drehleiter „wieder so konstruktiv miteinander umgegangen wird“. Carsten Leonhardt, Fraktionsvorsitzender der LWG, kritisierte am Sonnabend am Rande der Veranstaltung nicht nur den späten Zeitpunkt der Übergabe, sondern auch, dass sie nicht öffentlich war. Chr
Quelle: Kieler Nachrichten

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