Laboe entwickelt Leitbild nicht weiter

Die Gestaltung der Fußgängerzone gehört ebenfalls zur Ortsentwicklung in Laboe. Eine Fortsetzung des Leitbildes als Ortsentwicklungskonzept wurde jetzt abgelehnt. Foto: A. Schmidt

Die SPD-Fraktion in Laboe will das 2009 entstandene Leitbild für das Ostseebad Laboe weiterentwickeln. Die Gemeindevertretung lehnte den Antrag ab. Ebenso fand auch der Antrag der SPD, eine hauptamtliche Kraft für die Flüchtlingsbetreuung bei der Gemeinde anzustellen, keine Zustimmung. Im Kurpark soll ein naturnaher Spielplatz entstehen. Bereits 2009 hatten sich die Gemeindevertreter in Laboe ein sogenanntes Leitbild gegeben, das aus einer umfangreichen Bürgerbeteiligung mit Workshops und Ideenwerkstatt hervorgegangen war. Ein Ergebnis daraus war die Umgestaltung des Hafengeländes und des Rosengartens sowie ein Verkehrskonzept. „Ansonsten verschwand die Arbeit in der Schublade und mit ihr sinnvolle Überlegungen für die Entwicklung des Orts“, so Fraktionsvorsitzender Volkmar Heller. Zur Finanzierung könnten Fördermitteln eingeworben werden, so der Vorschlag. Die SPD-Fraktion regte an, unter der Überschrift „Wohin soll die Reise bis 2030 gehen?“ den Faden aus 2009 wieder aufzunehmen und „gemeinsam mit den hier Lebenden Prioritäten zu setzen“, sagte Heller. Er nannte Stichworte wie demografischer Wandel, Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, Attraktivität für junge Familien und die Bedeutung des Tourismus. Das allerdings war Wasser auf die Mühlen der LWG. Denn die erinnerte daran, dass auch die SPD den Antrag auf die Erstellung eines touristischen Gutachtens abgelehnt habe. Die Ortsentwicklung müsse parallel zur touristischen Entwicklung betrachtet werden. Laboe als touristisch geprägter Ort müsse auch die touristische Ausrichtung zukunftsorientiert angehen, erklärte Leonhardt. Mit zehn zu zehn Stimmen (zwei der Vertreter hatten sich enthalten) scheiterte der Antrag der SPD. Ebenso wie der, eine hauptamtliche Stelle für die Betreuung von Flüchtlingen in der Gemeinde zu schaffen. „Dafür haben wir im Amt ausreichend Personal“, verwies die LWG auf die gerade beschlossene personelle Aufstockung auf Amtsebene. Amtsdirektor Sönke Körber wies darauf hin, dass natürlich jede Gemeinde das Recht habe, eine solche Stelle zu schaffen. Volkmar Heller begründete den Vorstoß damit, dass die derzeit ehrenamtlichen Helfer „an ihre Grenzen“ stoßen. „Eine sozialpädagogische Fachkraft wäre sinnvoll“, schätzte Heller ein. Doch nur acht Vertreter folgten dem Argument, 15 stimmten dagegen. Der seit vier Jahren diskutierte Standort für einen naturnahen Spielplatz steht jetzt fest. Im Kurpark soll in Absprache mit dem Verein „Freunde des Kurparks Laboe“ die Anlage unmittelbar im Bereich der bereits vorhandenen Spielgeräte entstehen. Diese Entscheidung fiel gegen die CDU-Stimmen und die Grüne Aktiven Laboe (GAL).   

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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