Krimikomödie mit Sozialkritik

Kaufmanntochter Lieschen (Antonia Ross) hat Pastor Brand (Jan Steffen) ins Herz geschlossen

Laboe. 30 Jahre „De Laboer Lachmöwen“: Das ist Anlass für die Niederdeutsche Bühne, sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Die Laienspieler bringen mit der anspruchsvollen und sozialkritischen Komödie Brandstiftung einen echten Ohnsorg-Klassiker auf die Bühne. Premiere feiert das Ensemble mit seinem neuen Stück am Sonnabend, 16. Juli, 20 Uhr, im Theater am Kurpark. Gleich zwei Häuser fallen im beschaulichen Lünkenhagen nach einem nächtlichen Gewitter den Flammen zum Opfer – das der Witwe Facklamm (Traute Steffen) und das des Pastors Brand (Jan Steffen). Für die Witwe ist das ein schwerer Schicksalsschlag, denn ihr Haus war nicht versichert. Die mittellose Frau steht allein da und muss sich selbst helfen. Der Pastor hingegen kann sich vor lauter Nächstenliebe nicht retten, von allen Seiten wird ihm Hilfe angeboten. Nicht nur, dass der Herr Pastor bei allen gern gesehen ist. Nein, es werden sogleich Spendensammlungen veranstaltet. Selbst die beiden Bürgermeister Arens (Günther Steffen) und Tidke (Ilse Hoppe/Michael Schmidt als Doppelbesetzung) wetteifern, wie sie am besten behilflich sein können. Denn es könnte ja sein, dass der Kirchenmann bei seinem „Chef“, dem lieben Gott, ein gutes Wort für sie einlegt. Doch der Pastor erweist sich als ein Menschenkenner und trotzt dem Obrigkeitsdenken seiner Mitmenschen. Er setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein. Auch als die Kaufmannstochter Lieschen (Antonia Ross/Jaqueline Tafel) sich in den italienischen Gastarbeiter Benmati (Christian Becker) verliebt, was dem Vater, Kaufmann Dreyer (Matthias Dehn, Asmus Finck-Stoltenberg), so gar nicht behagt. Die junge Frau schüttet dem Pastor ihr Herz aus und findet ein offenes Ohr. Dies sei auch die große Herausforderung dieser Rolle, die Jan Steffen mit Bravour ausfülle, erklärte Regisseurin Birgit Bock. Diese Krimihandlung, verknüpft mit Sozialkritik und ein wenig Romantik sei „ein tolles Stück, das durchaus auch nachdenklich stimmt“, betonte Bock. Asc Gespielt wird das Stück bis zum 28. Oktober. Karten gibt es für 12 Euro im Vorverkauf (14 Euro an der Abendkasse) unter Tel. 04343/4946440 oder im Internet auf www.lachmoewen.de
Quelle: Kieler Nachrichten

 

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