DGzRS setzt auf Zusammenarbeit

Das Ende einer Ära: Die "Bottsand" wurde nach über 20 Jahren außer Dienst gestellt

Über 20 Jahre war die "Bottsand" in Laboe stationiert. Am Freitag morgen überführte Jan Kruse das Seenotrettungsboot, das sich endgültig von Laboe verabschiedete. Foto Stoltenberg

Laboe (pst) Noch einmal geht es zur Bunkerstation, einen Tag später verabschiedet sich das Seenotrettungsboot „Bottsand“ nach über 20 Dienstjahren endgültig aus Laboe. Für den freiwilligen Vormann Jan Kruse endet damit eine jahrzehntelange Familientradition. Denn schon sein Vater war freiwilliger Vormann auf der „Bottsand“. Schon mit fünf Jahren begeisterte sich der Laboer Jan Kruse für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Er blickt auf 32 Jahre als Freiwilliger bei den Seenotrettern zurück – sieben davon als freiwilliger Vormann.

Das Seenotrettungsboot „Walter Rose“, das in Schilksee stationiert ist, übernahm noch einige Sachen von der „Bottsand“. Dann wurde sie zur Zentrale überführt. Wie die Zukunft der „Bottsand“ aussieht – dazu gab es noch keine offiziellen Verlautbarungen. Soviel aber steht fest: Schon lange zeichnete sich ab, dass keine rettungsdienstliche Notwendigkeit mehr bestand, neben dem Seenotkreuzer „Berlin“ und Tochterboot „Steppke“ noch eine weitere Rettungseinheit in Laboe zu stationieren. Die DGzRS-Geschäftsführung entschied sich daher, die „Bottsand“ außer Dienst zu stellen. Künftig werden also die „Berlin“ und das in Schilksee stationierte Seenotrettungsboot das Revier gemeinsam kontrollieren. Die Rettungsstation Laboe steht ab jetzt und künftig unter einheitlicher Leitung von Michael Müller. Voraussichtlich 2017 wird die „Berlin“ durch einen 28 Meter großen Neubau mit Tochterboot ersetzt. Zur Außerdienststellung der „Bottsand“ erklärte die Geschäftsführung der DGzRS, dass „man sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe“. Aber im Hinblick auf den neuen Kreuzer und mit Rücksicht auf die Spender habe man sich für die lange absehbare Außerdienststellung entschieden. Die DGzRS dankt an dieser Stelle noch einmal den Freiwilligen der „Bottsand“. Die insgesamt 17 Freiwilligen des Seenotrettungsbootes hätten jetzt Gelegenheit, sich auf der „Berlin“ zu engagieren. Zwei haben das Angebot bereits genutzt. Jan Kruse wird immer mal wieder auf einer der Seenotrettungseinheiten aktiv werden. Allerdings ist er in der Kommunalpolitik aktiv und engagiert sich auch im VfR. Mit der „Bottsand“ haben er und die anderen Freiwilligen viele spannende Einsätze erlebt.

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