Praktikant besucht SPD-Wahlkreis

Grzegorz Szymanowski (links) ging mit Birgit Malecha-Nissen und Jörg Ahrend an Bord des Rettungskreuzers "Berlin" mit Vormann Holger Budig (rechts) Foto: Thomas Christensen

Grzegorz Szymanowski war ziemlich erstaunt, als er an Bord des Rettungskreuzers „Berlin“ in Laboe erfuhr, dass die Seenotrettung ausschließlich aus Spenden finanziert wird. Für eine Woche war der Praktikant aus Polen im Wahlkreis der SPD-Bundestagsabgeordneten Birgit Malecha-Nissen. „Das wissen ganz viele nicht, dass die Seenotrettung nur aus Spenden finanziert wird“, sagte Jörg Ahrend, Leiter des Informationszentrums Schleswig-Holstein der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Laboer Hafen. Während Vormann Holger Budig die Ausrüstung der „Berlin“ zeigte und die Arbeitsweise der Retter erklärte, drückte Rene Marquardt, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wahlkreisbüro von Malecha-Nissen in Plön, Grzegorz Szymanowski seine Kamera in die Hand, um aus seiner Perspektive die Szene an Bord festzuhalten. Das gehörte ebenso zu den vielen Aufgaben des Praktikanten wie zum Beispiel etwa die Vorbereitung von Terminen in Kiel und Neumünster. Während seines Internationalen Parlaments-Stipendiums ist der Szymanowski nicht nur im Bundestag in Berlin, sondern auch für eine Woche im Wahlkreis der Abgeordneten. Er hat die Politikerin aus Passade daher zum Deutschen Marinebund zur Auszeichnung des Bootsmanns des Jahres begleitet. Dabei hat er zum ersten Mal die deutsche Nationalhymne gehört und war auf dem Laboer Ehrenmal. In Berlin hat er alle Bereiche der Arbeit einer Abgeordneten kennengelernt: „Ich finde es äußerst spannend, den Politikprozess hautnah verfolgen zu können.“ Insgesamt geht das Internationale Parlaments-Stipendium über fünf Monate. Das Austauschprogramm des Deutschen Bundestages wird in Zusammenarbeit mit drei Berliner Universitäten organisiert. Der 26-Jährige hat die ersten 19 Jahre seines Lebens in Stettin verbracht, während seines Studiums der Politikwissenschaft war er in Warschau, München und Berlin. Wenn er zum Abschluss seine Masterarbeit fertig hat, möchte er entweder weiter wissenschaftlich arbeiten oder in die Politikberatung. Zu den Seenotrettern kam Grzegorz Szymanowski sehr gern, weil ihn aufgrund seiner Heimatstadt Stettin maritime Themen besonders interessieren. chr  

Quelle: Kieler Nachrichten

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