Laboer Stranddienst steht auf der Kippe

Sie suchen dringend Verstärkung für den DRK-Stranddienst: Ute Ulrich, Uschi Zimmer,Jan-Hendrik Köhler-Arp, Ulla Harms u. Angelika Schaub-Gummich. Foto: Astrid Schmidt

Es ist fraglich, ob der DRK-Ortsverein Laboe auch in diesem Jahr noch seinen Stranddienst versehen kann. Denn von den sechs Ersthelfern, die sich im vergangenen Jahr noch die Erstversorgung direkt am Strand teilten, sind gerade noch drei Aktive übrig geblieben. Ute Ulrich, die seit 40 Jahren den Stranddienst versieht, ist skeptisch, ob dieser Service für die Gemeinde noch aufrecht erhalten werden kann.  Der Stranddienst ist für Ute Ulrich seit jeher eine Herzensangelegenheit. Derzeit sind die Frauen dabei, das kleine Haus direkt am Strand aus dem Winterschlaf zu holen und sich auf den Einsatz vorzubereiten, der am 1. Juli beginnen soll. „Im Moment wissen wir nicht, wie wir das leisten sollen, wir sind nur noch zu dritt“, sagt die ehemalige Ortsvorsitzende.  Auch ihr Nachfolger Jan-Hendrik Köhler-Arp zieht alle Register, um Nachwuchs für den Stranddienst zu verpflichten. Kurse, persönliche Ansprache, direkte Werbung für diesen DRK-Service – bisher ohne Erfolg. Dabei, so erzählt Ute Ulrich, sei der Stranddienst eine besonders abwechslungsreiche Aufgabe. Dazu zählen nicht nur das Verteilen von Pflastern, das Verarzten von Schnittwunden oder verknackster Knöchel und erste Hilfe beim Sonnenbrand, sondern auch die Ansprache der Strandgäste.  „Viele kommen auch mal rein und fragen nach Wegen, Veranstaltungen, Ansprechpartner und andere Dinge rund um den Laboe-Urlaub“, berichtet Ulrich. Aber auch „verloren gegangene Kinder“ seien im DRK-Strandhäuschen gut aufgehoben, nennen die Frauen ihre vielfältigen Aufgaben. Eine gute Zusammenarbeit gibt es auch mit der DRK-Wasserwacht. „Es ist sehr sinnvoll, dass beide Dienste aus einem Verband kommen“, so Köhler-Arp. Er hoffe nun, dass sich Freiwillige finden, die bereit sind, einige Stunden am Wochenende in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen. Interessierten werden erste Erste-Hilfe-Kurse geboten, die sie in die Lage versetzen, die Erstversorgung vor Ort zu übernehmen. asc

 Wer Interesse hat, kann sich an den Ortsvorsitzenden Jan-Hendrik Köhler-Arp wenden, Tel.: 04343/494381.  

 

Quelle: Kieler Nachrichten

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