Laboe will Schadensmelder vom Dienst einführen

In Laboe soll bei Bauvorhaben künftig stärker auf Schäden an gemeindlichen Straßen geachtet werden. Foto: asc

Endlich liegen Lösungsansätze für das lange eingeforderte Controlling bei Baumaßnahmen und ein Aufbruch-Management auf dem Tisch. Die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Laboe wollen nun den Ablauf genau festlegen, wie künftig bei kommunalen Baumaßnahmen verfahren werden soll.  Über eine Stunde hatte Amtsdirektor Sönke Körber in der Sitzung am Dienstag das vielschichtige Thema von Baumaßnahmen, Abnahme, Regressforderungen und Verantwortlichkeiten erläutert. Eines betonte er mit Nachdruck: „Als Auftraggeber ist die Gemeinde auch verantwortlich, das Amt ist lediglich der Begleiter.“ Denn auch im Amt habe man nicht die Fachleute, um alle Gewerke eines Bauvorhabens überprüfen zu können. „Da ist man auf das Ingenieurbüro angewiesen, das dafür auch bezahlt wird“, so Körber.  Auf positives Echo stieß eine Anregung von Carsten Leonhard (LWG): Bei Bauvorhaben ohne Beteiligung eines Ingenieurbüros könnte die Gemeinde eine Kostenobergrenze festlegen, ab der für eine Abnahme ein Fachbüro beauftragt wird. Dafür, so der Hinweis von Körber, müsste dann eine Position im Haushalt festgelegt werden. Hintergrund ist die Forderung des Ausschusses, künftig Schäden, die kurz nach Ablauf von Gewährleistungsfristen auftauchen, vermeiden zu können. Seit gut einem Jahr pocht Leonhard auf ein Controlling, um Kosten von der Gemeinde abzuwenden, wie er betonte.  Körber machte die Vielschichtigkeit des Themas deutlich. Es gebe die verschiedensten Fälle von Bauvorhaben: eigene, private, mit und ohne Ingenieurbüro. Das Amt könne nur tätig werden, wenn es Informationen über Baumaßnahmen vor Ort erhalte. Um diesen Informationsfluss zu verbessern, könnte die Gemeinde, wie unter anderem in Schönberg geschehen, sogenannte Läufer einstellen. So könnte regelmäßig über Bauvorhaben und damit in Zusammenhang stehende Aufbrüche oder Beschädigungen an gemeindeeigenen Straßen informiert werden. Zweiter Vorschlag: Die Bauhofmitarbeiter könnten eine Kamera mitführen und bei ihren Fahrten Beschädigungen an Straßen oder Gehwegen per Foto dokumentieren. asc 

Quelle: Kieler Nachrichten

Zurück