Schüler sammeln Plastik für den guten Zweck

Michel (li.) und Ferit füllen den Sammelbehälter mit Kunststoffdeckeln. Innerhalb weniger Tage haben die Schüler bereits mehr als 1500 Deckel für die Aktion gesammelt - das finanziert drei Polio-Impfungen. Foto: Thomas Christiansen

Jeden Freitag wird gezählt. Dann schauen die Schüler, wie viele Kunststoffdeckel in der Tonne sind. „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“, heißt das Projekt, über das Schulleiterin Claudia Telli im Bildungsausschuss berichtete. Grünes Licht gab der Ausschuss für die Planung eines naturnahen Spielplatzes. Stolz zeigen Michel (8) und Ferit (9) das Ergebnis vom Freitag, 22. April: 1530 Deckel. „Das entspricht drei Impfungen“ steht auf dem Zettel. Bei der bundesweiten Aktion von Rotary werden Flaschendeckel an Recyclingunternehmen verkauft, um damit weltweit Polio-Impfungen zu finanzieren. Erst seit dem 18. April steht die Sammeltonne in der Pausenhalle der Grundschule. „Einige Schüler haben ganze Straßenzüge abgesammelt, die haben überall geklingelt“, erzählte Telli später im Ausschuss. Lehrerin Angelika Wiese, auf deren Initiative hin sich die Schule an der Aktion beteiligt, bringt die Deckel jeden Freitag zur Sammelstelle vom Rotary Club in Plön. Jeweils 500 Kunststoffdeckel und -verschlüsse von Getränkeflaschen und -kartons ergeben ein Kilogramm Material, dessen Verkauf die Kosten einer Impfung deckt. Telli berichtete auch von dem geplanten Projekt „Zu Fuß zur Schule“. Ihrer Ansicht nach wäre das für alle Laboer Schüler zumutbar. Die Resonanz sei bislang bei den Kindern besser als bei den Eltern. Für das neue Schuljahr erwartet Telli eine „leicht steigende Tendenz“. 31 Kinder werden voraussichtlich die Schule verlassen, die Zahl der Neueinschulungen dürfte aber größer sein. Kai Rönnau (GAL) und Claudia Bern (LWG) berichteten, dass aktuell 70 Flüchtlinge, darunter sehr viele Kinder, in Laboe leben. Sehr beliebt seien die Treffen im Freya-Frahm-Haus (jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat), bei denen es einen regen Austausch zwischen Bürgern und Neubürgern gebe. Nach erfolgreichem Auftakt sind auch regelmäßige Treffen im Pflegeheim an der Mühle geplant. Viele Flüchtlinge haben sich an der Aktion „Saubere Gemeinde“ beteiligt. Dringend benötigt werden immer noch Computer. Der in der Haushaltsdebatte verhängte Sperrvermerk für die Planung eines naturnahen Spielplatzes soll nach dem Beschluss im nicht öffentlichen Teil der Sitzung aufgehoben werden. Zuvor hatte die CDU-Fraktion vergeblich beantragt, den Tagesordnungspunkt zu streichen, weil unklar sei, was die Gespräche mit dem Kurparkverein ergeben haben. „Das gesamte Vorgehen ist mit den Freunden des Kurparks abgesprochen“, erklärte dazu der Ausschussvorsitzende Volkmar Heller. Er geht davon aus, dass die Planerin jetzt einen Entwurf erarbeiten kann, der mit dem Kurparkverein diskutiert werden soll. 

Quelle Kieler Nachrichten  

 

 

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