Laboes Bürgermeisterin erhält Rückendeckung

Es bleibt dabei: Laboes Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst wird weiterhin alleinige Gesprächspartnerin und Verhandlungsführerin mit dem Förderverein Pro Schwimmhalle sein. Ein Antrag der Grünen Aktiven Laboe (GAL), je Fraktion ein weiteres Mitglied in die Verhandlungsrunde zu entsenden, wurde im Werkausschuss nach kontroverser Diskussion mehrheitlich abgelehnt.  Die GAL lösten mit ihrem Antrag eine heftige Debatte um die Integrität der Bürgermeisterin aus. „Aufgrund der persönlichen Einstellung der Bürgermeisterin und der Mehrheit ihrer SPD-Fraktion gegen die Wiederaufnahme von Gesprächen“, könne nicht von einer ergebnisorientierten und parteipolitisch neutralen Verhandlungsführung mit potenziellen Betreibern der Schwimmhalle ausgegangen werden. Der Antrag diene dem „Schutz der Bürgermeisterin in ihrer Konfliktsituation“, erklärte die GAL-Fraktion.  Das trieb die Bürgermeisterin dann doch auf die Barrikaden. „Davor verwahre ich mich“, sagte Mordhorst mehrfach. „Die Bürgermeisterin hat ein eindeutiges Mandat“, sagte Wilhelm Kuhn (SPD). Mit ihrer Formulierung unterstelle die GAL, dass ein Bürgermeister einen Beschluss nicht umsetzen kann, wenn er diesem zuvor nicht zugestimmt hat. „Das würde bedeuten, dass wir die Selbstverwaltung einstellen können und die Arbeit der Ausschüsse und der Gemeindevertretung ad absurdum führen“, so Kuhn. Der Bürgermeisterin sprang auch die CDU-Fraktion zur Seite. „Die Bürgermeisterin hat einen klaren Auftrag. Wir sollten die Verhandlungsrunde nicht mit mehr Leuten überfrachten“, sagte Horst Etmanski. Die Grünen sprachen von neuerlichem „Störfeuer durch die GAL“. Die LWG fordert mehr Transparenz der Gespräche. Die Bürgermeisterin erklärte, man habe aufgrund sensibler Daten Vertraulichkeit vereinbart. „Es herrscht eine sehr konstruktive Atmosphäre“, so Mordhorst.  Keine Mehrheit gab es für den LWG-Antrag, ein Tourismuskonzept zu erstellen. Man dürfe nicht nur den Tourismus, sondern müsse den gesamten Ort im Auge haben, so die Begründung der Grünen. Die CDU plädierte für „ein kleines internes Konzept“ der eigenen Verwaltung. Die SPD verwies auf die finanzielle Situation. asc  

 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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