Mehr Öffentlichkeit für den HGV

Stehen für die Neuausrichtung des HGV Laboe: Der geschäftsführende Vorstand (von links) Stephan Matthiesen, Jens Kavacs und Carsten Leonhardt

Laboe. Der Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) Laboe hat mit Jens Kavacs nicht nur einen neuen Vorsitzen, sondern geht auch neue Wege. Er will sichtbarer werden und sich stärker in die Ortspolitik einbringen.
Die künftige Ausrichtung entstand in einem Wochenendworkshop, an dem sich 24 der rund 90 Mitglieder beteiligten. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Resonanz“, sagte Kavacs. Wichtigste Veränderung: „Wir wollen künftig mehr in die Öffentlichkeit gehen, uns einmischen und unseren Mitgliedern zeigen, dass wir ihre Interessenvertretung sind. Wir sind die Stimme der Wirtschaft“, erklärte Kavacs. Seit zehn Jahren ist der selbstständige Versicherungskaufmann in Laboe zu Hause, seit fünf Jahren ist er Mitglied im HGV. Tradition, so meint er, sei gut und schön, aber es müsse auch klar sein, wo es hingehen soll. Was tut der HGV für seine Mitglieder? Was bedeutet der Verein für sie? Diese und viele andere Fragen um die künftige Präsenz des HGV waren Gegenstand des von Jan-Hendrik Köhler-Arp moderierten und organisierten Leitbild-Workshops. Er selbst habe eine konzentrierte und kreative Mitarbeit der Teilnehmer verzeichnet. Spontan fanden sich gleich zwei neue Aktive. Im Ergebnis will sich der HGV „professioneller nach außen“ präsentieren, „mehr über das reden, was wir tun“, betonte Carsten Leonhardt. Ein Beispiel sei das Richten des Maibaums. „Viele wissen nicht, dass dies vom HGV erledigt wird, weil es ohne viel Aufhebens geschieht.“  Und für ein großes Fest drumherum fehlte es bisher an Manpower, so Leonhardt weiter. Künftig soll auch das anders werden. Dem Schwung aus dem Workshop soll mehr Beteiligung beim Ausrichten von Veranstaltungen folgen. So wird es nach längerer Pause wieder einen Tanz in den Mai geben. Auch Themenabende werden in diesem Jahr angeboten. Kooperation ist für den Vorstand ein weiteres großes Thema. Gemeinsame Aktionen und Feste mit den Laboer Vereinen stehen auf dem Programm.  Kavacs sieht es als seine vordringliche Aufgabe, den Finger in die Wunde zu legen, wenn Gemeindevertreter über Dinge befinden, die die Interessen der selbstständigen Geschäftsleute berühren. „Wir werden mehr Präsenz in den Sitzungen der gemeindlichen Gremien zeigen und den Dialog mit der Bürgermeisterin suchen“, kündigte Kavacs an. asc
Quelle: Kieler Nachrichten

Zurück