Inklusion ein Fall für den Alltag

Gemeinnsam für Inklusion und Barrierefreiheit in Laboe: Wilhelm Kuhn vom AWO-Ortsverein Laboe, Eleonore Wittrin-Hegeler vom Inklusionsbüro der AWO im Kreis Plön und Jan-Hendrik Köhler-Arp vom DRK-Ortsverein. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. Das Ostseebad Laboe soll nicht nur baulich, sondern auch in den Köpfen inklusiv und barrierefrei werden – das ist das Ziel von DRK und Awo in Laboe. Die beiden Ortsvereine hatten gemeinsam zu einer Veranstaltung zum Thema Inklusion eingeladen, zu der rund 20 Laboer gekommen waren. Ergebnis: Es gründete sich eine Arbeitsgruppe, die helfen soll, Inklusion in den Alltag zu integrieren. Eine Idee: ein Gemeindebeauftragter für Inklusion als Bindeglied zur Politik. Inklusion kann keiner allein, daran müssen alle beteiligt werden. Das war das Motiv für die beiden Ortsvereine, gemeinsam eine solche Veranstaltung ins Leben zu rufen. Mit der Resonanz zeigten sich Eleonore Wittrin-Hegeler vom Inklusionsbüro beim Awo- Kreisverband, DRK-Ortsvorsitzender Jan-Hendrik Köhler- Arp und Wilhelm Kuhn von der Awo Laboe zufrieden. „Wir haben eine sehr konstruktive Diskussion und großes Interesse verzeichnet. Das zeigt, dass in Laboe etwas umgesetzt werden kann“, so Köhler- Arp. Ein Beleg dafür sei auch, dass sich spontan aus der Versammlung eine siebenköpfige Arbeitsgruppe fand, die sich zunächst mit der Kommunikation rund um das Thema befassen werde, so der DRK-Vertreter. In einer ersten Bestandsaufnahme wurden auch Beispiele genannt, wo Inklusion bereits funktioniert, wie im Turnverein Laboe, in der Feuerwehr und in der Schwimmhalle. Die Arbeitsgruppe, zu der auch die drei Initiatoren des Diskussionsabends zählen, werde nun nach Möglichkeiten suchen, den Inklusionsgedanken in die Breite zu streuen. Es sei an Veranstaltungen und Werbeaktionen gedacht. Auch sei die Gruppe für alle Interessierten offen, so Wilhelm Kuhn. Aus dem Arbeitskreis müssten aber auch Forderungen an die Politik formuliert werden. Die Idee eines Inklusionsbeauftragten, der als Bindeglied zwischen der Gemeindevertretung und den Sozialverbänden wirkt, stieß auf einhellige Zustimmung. Denn eine wichtige Aufgabe sei es, alle Entscheidungen in der Kommunalpolitik auf den Inklusionsgedanken hin zu prüfen. Die Gemeinde Laboe sei mit dieser Initiative Vorreiter im Kreis Plön, betonte Wittrin- Hegeler. Zunächst werde sich nun die Arbeitsgruppe (neben den drei Initiatoren sind Silke und Gerhard Jahnke, Johanna Burger, Dagmar Molkenthin dabei) das erste Mal treffen, um klare Aufgaben zu definieren. Es werde sicher auch eine zweite Diskussionsveranstaltung zu Inklusion und Barrierefreiheit im Ort geben, um noch mehr Mitstreiter zu gewinnen, kündigte Köhler-Arp an. Von Astrid Schmidt 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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