Künstlerische Perspektiven auf das alte Laboe

Aus Liebe zum Aquarell und zum Ort: Kurt Woicke zeigt in seiner Ausstellung im Freya-Frahm-Haus Ansichten aus Laboe und der Umgebung. Foto Astrid Schmidt

 

LABOE. So lässt sich die Ausstellung auf den Punkt bringen, die derzeit im Freya- Frahm-Haus in der Strandstraße in Laboe zu sehen ist. 53 Bilder des Laboer Architekten Kurt Woicke zeigen Laboe, Probsteier Landschaften und Impressionen aus anderen Küstenregionen. Schon beim Entree ist es erkennbar: Das alte, ursprüngliche Laboe mit seiner Hafenstimmung und seiner besonderen Architektur steht im Mittelpunkt. Das Rathaus, die Friedrichstraße, die enge und fast verwunschen wirkende Wilhelmsallee und natürlich immer wieder Boote, Fischerkähne und Strand. Dabei findet der Betrachter nur auf den ersten Blick alle Orte und Flecken wieder, denn auf den zweiten wird er Veränderungen entdecken, die sich Woicke als „künstlerische Freiheit“ vorbehalten hat. „Ich lasse Dinge weg oder verschiebe sie, so wie es dem Bild gut tut“, erzählt er. Ein störender Laternenpfahl, eine zu massive Hauswand oder das Ehrenmal werden da schon mal in der Perspektive verändert. 1990 hat sich Woicke der Aquarell-Technik verschrieben. Der Architekt liebt die Leichtigkeit und die Beschwingtheit, die er damit den Bildern verleihen kann. Dabei wird beim Betrachten der Werke deutlich, dass er zwar die Technik beibehält, aber seinen Stil verändert. Während die früheren Arbeiten klare Ansichten der Schiffe und Häuser zeigen, sind in den jüngeren Bildern nur noch schemenhaft der Bug eines Schiffes oder die typische Hafenansicht mit der Laboer Mühle erkennbar. Sie verschwimmen mehr und mehr im Farbenrausch. „Ich will mich verändern vom Gegenständlichen hin zum Abstrakten“, erläutert der Künstler. asc 

Die Bilder sind noch bis 6. März im Freya-Frahm-Haus zu sehen. Öffnungszeiten: freitags bis sonntags, 13 bis 17 Uhr. 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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