Gemeinde hält sich Möglichkeit von Grunderwerb offen

Was geschieht mit dem Grundstück der ehemaligen Reitschule Görke? Bisher ist nichts darüber bekannt, aber die Gemeinde Laboe will sich die Option zum Grunderwerb im Ort erhalten. Diese Fläche könnte eine von mehreren Möglichkeiten sein. Foto Schmidt

Laboe. Einen Schritt weiter ist die Gemeinde Laboe in Sachen naturnaher Spielplatz. Der zuständige Arbeitskreis in Regie von Volkmar Heller hat die Gespräche mit dem Verein Freunde des Kurparks wieder aufgenommen und sich auf einen Ortstermin verständigt. Darüber informierte Heller am Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Soziales, Kultur und Sport. Der Ausschussvorsitzende leitete die Sitzung mit einem Appell an alle Gemeindevertreter ein und forderte eine konstruktive Redekultur ohne „Konfrontationsrhetorik“. Es ist vier Jahre her, dass die Gemeinde Laboe – unter anderem auf Anregung aus der Bevölkerung – erstmals über die Einrichtung eines naturnahen Spielplatzes diskutierte. Ein Arbeitskreis, der dafür gebildet worden war, hatte Pläne gemacht, Ortstermine vereinbart und die Kinder befragt. Es blieb bis zuletzt die Frage nach dem geeigneten Standort offen. Der Arbeitskreis hatte sich unter anderem für den Kurpark ausgesprochen, war damit aber bei den Ehrenamtlern, die die Anlage seit Jahren pflegen und sie wieder zu einer grünen Oase gemacht hatten, auf Granit gestoßen. Nun hat es erneut Gespräche gegeben, die „ergebnisoffen“ weitergeführt werden sollen, wie Heller erklärte. Für März sei ein vom Landschaftsplaner begleiteter Ortstermin geplant, um gemeinsam „einzelne Module“ zu prüfen. Dabei könne auch die Entscheidung fallen, dass der Kurpark eben doch nicht als Standort geeignet sei, betonte Heller den Charakter des Gespräches. Offenheit und Kommunikation stehe ganz oben an. „Nur so kommen wir zu einem Ergebnis“, sagte Heller. Diese Maxime deckte sich auch mit einer Erklärung, die der Ausschussvorsitzende gleich zu Beginn der Sitzung abgab. Er monierte darin die Diskussionskultur in den Sitzungen. Die Ausschussvorsitzenden seien wenig erfreut darüber, dass durch vermehrte Wortmeldungen von Gemeindevertretern, die nicht dem Ausschuss angehören, die Sitzung aber verfolgen, die Fachausschüsse „zu kleinen Gemeindevertretersitzungen umgemünzt werden“, so Heller. Er forderte den „Respekt vor den Andersdenkenden und eine sachliche Rhetorik“ ein. Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe stößt an ihre Kapazitätsgrenzen. Das wurde in dem Bericht von Kai Rönnau und Claudia Bern deutlich, die federführend den Helferkreis koordinieren. Der Bedarf an administrativer Hilfe werde größer und mit bestimmten Fragen seien Laien auch überfordert, so die Einschätzung. Diskutiert wurde über die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle für eine professionelle Unterstützung von Sozialpädagogen. Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst informierte darüber, dass beim Amt Probstei bereits eine zusätzliche Stelle eingeplant werde. Darüber müsse man sich dann als Gemeinde Hilfe holen, denn es gebe bereits eine enge Vernetzung zwischen Amt und Gemeinde. Rönnau schilderte eine „sehr gute Unterstützung“ bis hin zu Schulungen und Seminaren für das Ehrenamt. Sein Dank ging an alle Helfer, die sich engagieren und die stärker denn je gebraucht würden. asc
Quelle: Kieler Nachrichten

 

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