Ein Weg entlang der Küste

Den Anstieg des Wasserspiegels verdeutlicht das Graffito auf der Laboer Flutschutzmauer im Vordergrund. Jetzt könnte nach der "Klimale" ein Klima- und Küstenerlebnispfad folgen.

Laboe. Soll es in Laboe einen Klima- und Küstenerlebnispfad geben? Die Antwort auf diese Frage wird derzeit in den politischen Fraktionen der Gemeinde beraten. Einen Ausblick, wie so etwas aussehen könnte, gab Sandra Enderwitz vom  Klimabündnis Kieler Bucht den Mitgliedern des Tourismus-Ausschusses.

Ein solcher Erlebnispfad solle sich durch mehrere Orte entlang der Küste ziehen, in Laboe beginnend, weiter entlang der Steilküste über Stein bis nach Schönberg. Für Laboe stellte Sandra Enderwitz sechs Stationen vor, an denen Themen wie die Erhöhung des Meeresspiegels (bereits dargestellt auf der Klimale im Sommer), Treibsel, Strandentwicklung und Ähnliches kurzweilig aufbereitet werden könnte. Eines ist den Akteuren wichtig: Keine Schautafeln mit statischem und langweiligem Inhalt, sondern eine ansprechende Präsentation. Dafür wollen Studenten der Muthesius-Kunsthochschule mit einer illustrierten Geschichte sorgen. Beispiel: Der Großvater erzählt seiner Enkelin... Eine Finanzierung sei mit Hilfe der Aktivregion Ostseeküste angedacht. Bürgermeister Walter Riecken wies auf den erhöhten Fördersatz von 60 Prozent für ein solches interkommunales Projekt hin. Laut Professor Horst Sterr vom Klimabündnis Kieler Bucht sei dieser Erlebnispfad nach der bereits erfolgreich gelaufenen Klimale in Laboe ein zweiter Baustein in Richtung „klimabewusste Region“, was deutschlandweit einmalig sei. Das Konzept soll jetzt in den Fraktionen beraten werden. Riecken betonte in diesem Zusammenhang, dass die Gemeinde künftig stärker die Zielgruppe Familien mit Kindern, insbesondere Kinder und Jugendliche von sechs bis 13 Jahren bewerben wolle. So zum Beispiel mit Sportveranstaltungen am Strand wie Kreis- und Schulmeisterschaften im Beach-Soccer, so der Bürgermeister. Dies hat auch die neue Veranstaltungsleiterin Bianca Brandes im Blick. Sie sei beispielsweise mit dem Förderverein des Freya-Frahm-Hauses im Gespräch, um dort in der Saison Lesungen oder anderen kulturelle Angebote für diese Altersgruppe anbieten zu können.

 

Von asc

Quelle: Kieler Nachrichten

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