Positive Signale für Schwimmhalle

Seit Jahren ist der Weiterbetrieb der Meerwasserschwimmhalle am Strand von Laboe umstritten

Laboe. Für den Weiterbetrieb der Schwimmhalle Laboe gibt es neue Hoffnung. Gespräche zwischen der Gemeinde und dem Förderverein sowie der Bürgerinitiative verliefen überraschend positiv. Geprüft wird auch eine Zusammenarbeit mit Kiel. „Sowohl die Vertreter der Fraktionen als auch die Mitglieder von Pro Schwimmhalle Laboe begrüßen diese Annäherung und blicken zuversichtlich auf die weitere Zusammenarbeit“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Gemeinde, des Fördervereins Hallenbad Laboe und der Bürgerinitiative Pro Schwimmhalle Laboe. Mitte November hatte die Mehrheit der Gemeindevertreter einem Antrag der Laboer Wählergemeinschaft (LWG) zugestimmt, wieder Verhandlungen mit dem Förderverein und Pro Schwimmhalle aufzunehmen – mit dem Ziel, den Betrieb des Bades an einen noch zu gründenden Verein zu übergeben. SPD und CDU lehnten das ab. Für den Antrag stimmten 15 Vertreter, neun waren dagegen. Zwei Monate nach diesem Beschluss traf man sich nun am Donnerstagabend. Künftig soll ein unabhängiger Berater die weiteren Gespräche begleiten. Pro Schwimmhalle wies darauf hin, dass deren erste Sondierungsgespräche mit dem Kieler SPD-Ratsherren und Aufsichtsratsvorsitzenden der Kieler Bäder GmbH, Torsten Stagars, „hinsichtlich einer eventuellen Zusammenarbeit der Schwimmhallen in Kiel und Laboe“ dort auf ein „positives Echo“ stießen. Damit sei die Entscheidung des Bürgerbegehrens für den Erhalt der Halle wieder ein Stück vorangebracht worden. Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst (SPD) wies darauf hin, dass der Betrieb bis Ende 2016 gesichert sei. Bereits im Februar 2015 hatte Stagars auf einer Veranstaltung in Laboe seine Idee eines Bäderdreiecks im Kieler Umland (Schilksee, Kiel, Laboe) vorgestellt und sich für eine Halle in der Probstei stark gemacht. In Kiel bestehe „kein Interesse, die Immobilie zu übernehmen – nur den Betrieb, wenn überhaupt“, erklärte Stagars nun am Freitag auf Nachfrage. Nach einem Gespräch mit Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sei eine interkommunale Zusammenarbeit durchaus denkbar, aber: „Die Intention geht nicht von Kiel aus.“ Die Anfrage müsse aus Laboe kommen: „Wenn ich einen Anruf erhalte, habe ich ein offenes Ohr.“ Als sportpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist Stagars am Erhalt der Halle in Laboe interessiert – auch weil er weiß: „Da gehen viele Dietrichsdorfer hin.“ Stagars knüpfte erneut an seinen Vortrag in Laboe an und erklärte: „Ich hoffe, dass mein Traum eines Bäderdreiecks verwirklicht wird.“
Quelle: Kieler Nachrichten

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