„Laboe objektiv“ voller Leidenschaft

Präsentieren im Freya-Frahm-Haus über 150 Fotografien ihrer täglichen Arbeit der vergangenen 15 Jahre (von links): Astrid Schmidt, Peter Dittmer und Philine Stoltenberg.

Laboe – Was hat Journalismus mit Kunst zu tun? Sehr viel! Sehr gute Autoren filtern das Wesentliche heraus, schreiben für den Leser auch schwerste Themen leicht und verdaulich. Sie schauen dabei mal nach links und mal nach rechts, nutzen Spielräume für eigene Interpretationen, überlassen nichts dem Zufall – das Objektive ist stets ihr Bestreben. Für sehr gute Fotografen gilt dies ebenso: Natürlich kommt es auch bei ihnen auf die Perspektive an. Erst einmal abgedrückt, ist die (ungefilterte) Wahrheit stets auch ihr Produkt. Nun, wenn man so will, ist beides sogar „hohe Kunst“. Diese Kurzbeschreibung trifft definitiv auf zwei Journalistinnen aus der Probstei zu: Astrid Schmidt und Philine Stoltenberg. Gemeinsam mit dem „Verliebt in Laboe…“- Blogger Peter Dittmer eröffneten sie am vergangenen Freitag im Erdgeschoss des Freya-Frahm-Hauses ihre Ausstellung mit dem Titel „Laboe objektiv – Das Ostseebad und mehr“. In ihrer Laudatio umschrieb Wiebke Eschenlauer, 1. stellvertretende Bürgermeisterin von Laboe, mit einfühlsamen Worten, was wohl jeder der rund 90 Vernissage-Besucher dachte: „Keiner wird diese Ausstellung stumm durchwandern – sie wird die Menschen zum Sprechen bringen.“ Stimmt. Das Thema der Ausstellung hätte ebenso heißen können „150 aus 100.000“. Aufgrund des Platzangebotes im Freya-Frahm-Haus konnten die Künstler aber nicht alle Fotos ausstellen, dafür haben es die ausgewählten 150 Bilder wirklich in sich. „Wir sind selbst überrascht, wie viele ,Kunstobjekte’ im Laufe der vergangenen 15 Jahre während unserer dokumentarischen Berichterstattung zusammen gekommen sind“, zeigten sich selbst Astrid Schmidt und Philine Stoltenberg beeindruckt. Die Finissage der Ausstellung „Laboe objektiv – Das Ostseebad und mehr“ findet am Sonnabend, 2. Januar, ab 15 Uhr statt.
Quelle: Probsteier Herold

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