Viel mehr als nur ein Museum

Das Freya-Frahm-Haus in der Laboer Strandstraße sorgt mit seinem ersten Jahresprogramm für kontroverse Diskussionen in der Ortspolitik. Foto: Astrid Schmidt

Laboe. Das Ende der Bauarbeiten im Freya-Frahm-Haus scheint in Sicht, das Gebäude wird immer häufiger für Veranstaltungen genutzt. „Wenn die Arbeiten beendet sind, soll es so richtig losgehen“, sagte Volkmar Heller, Vorsitzender des Bildungsausschusses, in dem der erste Jahresplan kontrovers diskutiert wurde. „Meine Wahrnehmung ist, dass das Freya-Frahm-Haus leider als Museum abgestempelt ist. Ich glaube nicht, dass die Erblasserin das so wollte“, meinte Carsten Leonhardt (Wir für Laboe) und wünschte sich zum Beispiel mehr Veranstaltungen auch von Organisationen wie DRK oder Awo. „Es ist kein Museum. Das Haus ist nicht voll mit Kunst“, widersprach Kai Rönnau (GAL) und ergänzte: „Um so ein Haus mit Leben zu füllen, müssen wir da hineingehen.“ Er warb dafür, das Haus zu nutzen: „Das können wir jederzeit.“ So könnten zum Beispiel auch die Fraktionen zu ihren Sitzungen oder Stammtischen ins Freya-Frahm-Haus laden. Heller betonte, dass der jetzt vorgelegte erste Rahmenplan für Veranstaltungen im Freya-Frahm-Haus im Jahr 2016 „wirklich nur ein Rahmenplan“ sei, das Haus sei noch keineswegs ausgebucht. Zur Kritik am bisherigen Programm wies Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst darauf hin, dass alle Wünsche berücksichtigt worden seien, andere Gruppen hätten sich bislang nicht gemeldet. Der Ausschuss nahm den Rahmenplan zunächst zur Kenntnis und regte an, ihn noch etwas übersichtlicher zu gestalten, damit zum Beispiel klarer werde, wann Raum für andere Veranstaltungen vorhanden sei. Noch bis zum 2. Januar ist im Freya-Frahm-Haus die Ausstellung Laboe Objektiv. Das Ostseebad und mehr im Fokus mit Fotografien von Astrid Schmidt, Philine Stoltenberg und Peter Dittmer zu sehen, die heute, 4. Dezember, 17 Uhr, eröffnet wird. Bereits geplant sind weitere Ausstellungen wie zum Beispiel zu Arbeiten des Kunstprofils der Heikendorfer Heinrich-Heine-Schule (ab 16. Januar), der Fantasiewerkstatt Laboe mit Bildern von Kindern (ab 6. Februar), Aquarelle und Skulpturen des Laboer Künstlers Kurt Woicke (ab 14. Februar), der Arbeitsgemeinschaft Lauenburgischer Künstler (ab 11. März) und der Laboer Künstlerin Monika Krömer (ab 1. April). Als weitere Veranstaltungen neben dem regelmäßigen Flüchtlingscafé (jeden ersten Donnerstag im Monat) und dem Literaturblick (letzter Dienstag im Monat) sowie den Workshops zur Fantasiewerkstatt mit Kindern stehen auch Abende wie etwa Laboe früher – alte Laboer erzählen (21. Januar) im Rahmenplan für 2016.

Quelle: Kieler Nachrichten

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