In drei Monaten Deutsch gelernt

Laboe. Vor allem gebrauchte Computer, aber auch mehr Paten sowie Praktikumsplätze suchen die Flüchtlingshelfer in Laboe. Kai Rönnau (GAL) berichtete im Bildungsausschuss auch vom Erfolg der Sprachkurse: „Die Flüchtlinge haben in drei Monaten die Sprache gelernt, wir brauchen fast keine Dolmetscher mehr – eine tolle Leistung.“ Nach Angaben des Koordinatorenteams, zu dem Rönnau gehört, sind jetzt 44 Flüchtlinge in Laboe, darunter zehn Kinder, die alle jünger als fünf Jahre sind. Die meisten kommen aus Syrien, andere aus Afghanistan, Iran, dem Jemen und Serbien. Nach Abschluss des Sprachkurses der VHS wird es weitere Sprachkurse geben, aber ohne die Jemeniter und Serben, weil ihre Heimatländer offiziell als „sichere Herkunftsländer“ eingestuft werden. Die Laboer Flüchtlingshelfer arbeiten inzwischen auch mit der Nachbargemeinde Brodersdorf gut zusammen, in der jetzt eine Familie gemeinsam wohnt, die zuvor getrennt untergebracht war. Rönnau bat dringend um gebrauchte Computer, die dann von einem Experten aufgerüstet werden könnten. Claudia Bern (LWG) appellierte, mögliche Plätze für Praktika zu melden. Außerdem wünscht sie sich mehr Paten, auch männliche. Weil die Frauen unter den Flüchtlingen bislang wenig in die Aktivitäten einbezogen sind, soll ein Frauenkreis eingerichtet werden. Das Flüchtlingscafé, das es jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr im Freya-Frahm-Haus gibt, soll ab Februar zweimal im Monat organisiert werden. Jürgen Dräbing, Abteilungsleiter im Amt Probstei, dankte den ehrenamtlichen Helfern in Laboe und auch den anderen Gemeinden für ihr großes Engagement: „Wir könnten das hauptamtlich gar nicht leisten.“ Das Amt habe ausreichend Wohnraum angemietet, um in diesem Jahr alle Flüchtlinge unterbringen zu können. Für das kommende Jahr werde aber mehr Wohnraum gesucht. Erfreut nahm der Ausschuss die zweite Fortschreibung des Schulentwicklungsplans für den Kreis Plön zur Kenntnis. Danach ist der Bestand der Grundschule langfristig gesichert. Der Ausschussvorsitzende Volkmar Heller wies darauf hin, dass der Schule eine „außerordentlich gute Klassenfrequenz“ bescheinigt werde. Nach Angaben von Schulleiterin Claudia Telli hat die Schule derzeit 145 Schüler. Chr

Quelle: Kieler Nachrichten

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