Blutspenden: DRK Laboe freute sich über eine junge Erstspenderin und einen Jubilar

Für seine 75. Blutspende gab es für Rolf Aulitzky (´von links) eine Urkunde. Es gratulierten Harald Hinz, Referent beim DRK, MitspenderinMadita Lüth und der DRK Ortsvorsitzende Jan-Hendrik Köhler Arp. Fotos Stoltenberg

Laboe (pst) Es gibt Menschen, die es gar nicht erwarten können, alt genug zu werden, um anderen Menschen zu helfen. So wie Madita Lüth aus Flüggendorf. Mit dem Fahrrad war die 18- jährige Schülerin aus Flüggendorf nach Laboe gekommen, um zum ersten Mal Blut zu spenden. Ein „alter Hase“ unter den Spendern in der DRK-Kita war dagegen Rolf Aulitzky. Der Laboer spendete zum 75. Mal. Die Bilanz der Spenden war zwar gut, trotzdem würde sich das Team des Deutschen Roten Kreuzes über gerade auch jüngere Spender freuen.
Und unter denen gibt es durchaus viele, die sich für das Thema Blutspenden interessieren, weiß Pressereferentin Susanne von Rabenau. Trotzdem bewegt sich die Altersgruppe der meisten Spender bei 40 +. Gute Erfahrungen habe man durch Infoveranstaltungen an Unis oder Schulen gemacht. Auch kämen deutlich mehr Spender seit man in Einrichtungen vor Ort den lebenswichtigen Saft spenden könne. Aber spenden kann Jeder ab 18 Jahren – sofern nicht irgendwelche Erkrankungen wie etwa eine Eisenmangel- Anämie dagegen sprechen. Erstspender sollten allerdings nicht über 65 Jahre sein. Blut spenden kann man – wenn man schon regelmäßig gespendet hat – bis kurz vor dem 72. Lebensjahr. Viele, die sich damit trösten, scheinbar schon zu alt zu sein, liegen damit also verkehrt. Und man muss auch keine Angst vor Kreislaufproblemen oder dem kleinen Piks haben, denn bei jeder Blutspendeaktion ist neben dem fachkundigen DRK-Team ein Arzt vor Ort. Bevor ihnen ein halber Liter Blut abgezapft wird, werden die Spender noch einmal durchgecheckt. An diesem Tag kamen 40 Spender – zwei Erstpender und 38 Erfahrene – in die DRK-Kita, um sich für den guten Zweck zur Ader lassen zu lassen. An Spitzentagen kommen schon mal über 60. Madita Lüth konnte es jedenfalls kaum erwarten, endlich 18 zu werden. Und während Andere die Volljährigkeit anstreben, um endlich den Führerschein machen zu können oder zu machen, was man will, hatte die angehende Abiturientin etwas Anderes im Sinn. Denn, so Madita Lüth: „Blut zu spenden ist etwas Gutes.“ Und deshalb wird sie auch weiter regelmäßig spenden. Zumal sie ihre Premiere- Spende auch völlig gelassen und ohne irgendwelche „Nebenwirkungen“ übersteht. Nur wenigen ihrer Freunde hat die Schülerin von ihrer Spendenbegeisterung erzählt – ihre Familie unterstützt sie. Rolf Aulitzky kann die Sache mit dem Spenden auch ganz entspannt angehen. Der 61-Jährige kam durch seine Mutter zum Blutspenden. Damals war er 18 oder 19 und die Mutter als Ehrenamtliche beim Deutschen Roten Kreuz aktiv. Aulitzky: „Ich hatte aus beruflichen Gründen zu wenig Zeit, um mich ehrenamtlich zu engagieren. Deshalb habe ich mich entschlossen, Blutspender zu werden.“ Und diesen Entschluss zieht der Projektleiter im U-Boot-Bau bei HDW konsequent durch. Allerdings mit einigen Unterbrechungen. Denn durch seinen Beruf konnte Aulitzky nicht immer zu Hause sein, musste einige Spendentermine verpassen. Trotzdem brachte er es diesmal auf den 75. Spendetermin und will auch unbedingt noch „mindestens bis zum 100. weitermachen“. Als Stärkung gab es im Anschluss ein kaltes Buffet, Obst und zuckerhaltige Getränke. Also noch ein guter Grund, um Anderen mit einer Spende im besten Fall das Leben zu retten. Und auch in Berufsschulen und anderen Bildungseinrichtungen wird das DRK weiter vor Ort sein, um zu informieren. Denn, so Susanne von Rabenau: „33 Prozent der Bevölkerung könnten spenden, drei Prozent sind es tatsächlich.“ Weitere Infos gibt es unter dem Stichwort DRK Blutspendedienst Nord-Ost im Internet.

Quelle: Probsteier Herold

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