Meerwasserschwimmhalle

Bei der Gemeindevertretungssitzung am morgigen Mittwoch um 19 Uhr ist sie mal wieder ein Thema: Die Meerwasserschwimmhalle sorgt immer wieder für Aufruhr. Foto Stoltenberg

 

Laboe (pst) Ein Lichtstreif am Horizont der Schwimmhallen- Kommunikation ist gleich wieder verpufft. Denn einige Fraktionsvertreter sind alles andere als „amused“ über ein Schreiben, das ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen im Auftrag des Fördervereins an die Kommunalaufsicht geschickt hat. Die Kommunalaufsicht hat allerdings ihrerseits mitgeteilt, den im Schreiben geäußerten Vorschlägen „aufsichtsrechtliche Maßnahmen durchzuführen“ nicht nachzukommen. Auch Carsten Leonhardt (Wir für Laboe) ist der Ansicht, dass das Vorgehen des Fördervereins nebst Beauftragten ein „Unding“ ist. Leonhardt: „Da wird man zu einer Podiumsdiskussion eingeladen und wieder passiert da irgendwas.“ Hätte man, so Leonhardt weiter, vorher davon gewusst, dann hätte man es auch früher thematisiert. Überhaupt könne es doch auch sein, dass irgendwann an anderer Stelle ein neues Hallenbad entstehen könne. Leonhardt: „Will Pro Schwimmhalle dann gleichzeitig weiter an der Meerwasserschwimmhalle festhalten?“ Christian Matthes: „Dass der Zeitpunkt zusammenfiel, war gar nicht geplant“: Christian Matthes, Vorstandssprecher der Genossenschaft, versteht die ganze Aufregung nicht so ganz. Schließlich wolle man nur alle Möglichkeiten nutzen, um sich für den Erhalt der Meerwasserschwimmhalle einzusetzen. Und dazu gehörte auch das Schreiben des Wirtschaftsprüfungsbüros, das übrigens lange vorher in Auftrag gegeben worden sei und nichts mit Provokation oder Taktik im Vorfeld der Podiumsdiskussion zu tun habe. Matthes: „Dass das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt zusammen kam, war gar nicht geplant.“ Der Bürgerentscheid habe deutlich den Bürgerwillen gezeigt und es sei auf Seiten der Gemeinde wieder nichts passiert. Dass man sich als PRO Schwimmhalle nicht mit der Alternative eines Schwimmhallen- Neubaus anfreunden könne, läge insbesondere daran, dass PRO Schwimmhalle sich für die Laboer Schwimmhalle einsetze und eben nicht für einen möglichen Neubau an anderer Stelle. Matthes: „Warum etwas Bestehendes zerstören und für teures Geld woanders etwas Neues aufbauen?“ Aber die Erkenntnis ist da, so Matthes, „dass es endlich weiter gehen muss.“ Und dazu gehört auch, dass es sich PRO Schwimmhalle auch durchaus vorstellen kann, einen gemeinsamen Workshop mit einem neutralen Moderator zu veranstalten. 

Quelle: Probsteier Herold

 

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