Meerwasserschwimmhalle: Offener Brief beendet vorerst die Funkstille

 

Laboe (pst) Der Förderverein zum Erhalt der Schwimmhalle hat als Reaktion auf den Infoabend zur Zukunft der Schwimmhalle einen offenen Brief an Laboes Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst und die Gemeindevertreter formuliert. Verbunden mit einem Dank für die rege Teilnahme von Laboes Kommunalpolitikern an der Veranstaltung zum ersten Jahrestag des Bürgerentscheids zum Weiterbetrieb zeigt PRO Schwimmhalle im offenen Brief mögliche weitere Schritte auf, die im Gesamten zum Erhalt des Meerwasserhallenbades beitragen könnten. Als Ansporn sehen die Mitstreiter den kürzlich verkündeten Erhalt des Bades in Katzheide. PRO Schwimmhalle zeigte sich sehr erfreut darüber, dass nach langer Zeit endlich wieder ein „erster sachlicher Gedankenaustausch stattfand“. Bis dato hatten sich die Fronten derart verhärtet, dass sogar offiziell beschlossen worden war, nicht mehr miteinander zu reden. Durch den Vortrag zum Bürgerbad Nachrodt-Wiblingwerde ergaben sich konstruktive Anregungen für eine mögliche Zukunftssicherung der Laboer Meerwasserschwimmhalle. Für PRO Schwimmhalle ergaben die Infos unter dem Strich die Erkenntnis, dass man sich auch im Ostsee ein Bürgerbad vorstellen könne. Allerdings war die beidseitige Begeisterung nur von kurzer Dauer. Denn inzwischen drückt PRO Schwimmhalle das Bedauern darüber aus, dass Besucher der Schwimmhalle zusätzlich zum Eintritt den kompletten Tagessatz der Kurabgabe bezahlen sollen. Dies, so PRO Schwimmhalle weiter, entspräche einer bis zu 50-prozentigen Preiserhöhung und sei ein falsches Signal insbesondere an auswärtige Nutzer. Denn die Kurabgabe käme nicht direkt der MWSH zugute. In Ausnutzung der in Paragraph 16e der Gemeindeordnung gegebenen Bürgerrechte habe man im September der Gemeinde mehrere Vorschläge unterbreitet. Zu denen gehört die Reduzierung der Kosten für das Sanierungsgutachten durch eine entsprechende Anfrage bei der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (Laboe erhält als Mitglied 15 Prozent Rabatt). PRO Schwimmhalle schlägt außerdem eine Sicherung von Zuschüssen aus dem neuen 100 Millionen Förderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler Einrichtungen vor. Was von Vielen auf der Veranstaltung begrüßt wurde, war der Vorschlag zur Gründung eines Zweckverbandes unter Einbeziehung weiterer Gemeinden zum Betrieb der MWSH. Jetzt hoffen die Vertreter von PRO Schwimmhalle auf konstruktive Stellungnahmen von Bürgermeisterin und Gemeindevertretern. Nochmal betonten die Verfasser des offenen Briefes, dass die Entscheidung der Kieler Politik zum Weiterbetrieb des Freibades Katzheide ein positives Beispiel für die Umsetzung des Bürgerwillens sei. Das wünsche man sich auch in Laboe. Um die positiven Signale der Podiumsdiskussion weiter zu verfolgen, könne man sich beispielsweise einen gemeinsamen Workshop vorstellen. Nachdem also eigentlich beschlossen worden war, vorerst einen Beschluss abzuwarten, mit dem ein anderer aufgehoben werden sollte, der besagt, dass man nicht mehr mit PRO Schwimmhalle spricht, haben die Mitglieder des Fördervereins die Funkstille zumindest erstmal postalisch beendet. 

Quelle: Probsteier Herold

 

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