Kurabgabe geht nicht unter

Die Tobestunde im Schwimmbad Laboe soll wiederholt werden. Nach dem Erfolg im August plant der TVL zwei weitere Termine im Oktober. Foto: Hans-Georg Kurkutsch

Laboe. Es bleibt dabei: Besucher der Schwimmhalle in Laboe müssen zusätzlich zum Eintritt die erhöhte Kurabgabe zahlen. Den Antrag der Grüne Aktive Laboe (GAL), darauf zu verzichten, lehnten alle anderen Fraktionen ab. Die weitere Diskussion um das umstrittene Baugebiet hinter der Kirche verwies die Gemeindevertretung in den Bauausschuss. Wie berichtet, hatten sich bereits mehrere Gremien für die Erhöhung der Kurabgabe (für Urlauber in der Hauptsaison von 2 auf 2,50 Euro), der Strandkurabgabe (für Tagesbesucher) und der Strandbenutzungsgebühr (für Einheimische) und auch für die Kurabgabe für Besucher des Meerwellenschwimmbads ausgesprochen. Angesichts neuer Hoffnungen auf einen Erhalt der Schwimmhalle sei die Erhebung der Kurabgabe für Besucher aus den Nachbargemeinden ein „fatales Signal in die falsche Richtung“ und ein Schlag gegen die Bürgermeister der Nachbargemeinden, begründete Julia Hansen den Antrag der GAL, auf die Kurabgabe für den Besuch der Halle zu verzichten. Es sollte abgewartet werden, bis ein Gutachten und Ergebnisse der Gespräche mit den Nachbargemeinden über eine Kostenbeteiligung vorliegen. Sprecher der anderen fünf Fraktionen lehnten das ab und bekräftigten den alten Beschluss. „Uns steht das Wasser bis zum Hals“, sagten übereinstimmend Carsten Leonhardt (Wir für Laboe) und Walter Kreft (SPD) als Begründung. Für den Antrag stimmten nur die drei GAL-Vertreter, die übrigen 21 stimmten dagegen. Die Satzungsänderung zur Erhöhung der Kurabgaben erhielt 16 Ja-Stimmen, bei vier Nein-Stimmen und vier Enthaltungen. Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst hatte zuvor mitgeteilt, dass die Halle vom 30. November bis zum 25. Dezember geschlossen wird – nicht nur für Grundreinigung, Wasserwechsel und Malerarbeiten. Außerdem muss die Seewasseransaugpumpe erneuert werden, Mordhorst rechnet dafür mit Kosten von gut 2000 Euro. Sie genehmigte den Antrag des TVL, am 22. und 29. Oktober erneut Tobestunden für Kinder anzubieten. Mit den zahlreichen Anregungen aus der Einwohnerversammlung im September zum Baugebiet hinter der Kirche soll sich nach einstimmigem Beschluss der Bauausschuss befassen. „Es gibt keinen neuen Sachstand“, hatte Amtsdirektor Sönke Körber zuvor betont. „Wir können über nichts reden“, sagte Leonhardt. Es gebe gar keinen Investor. Alles, was mit dem Baugebiet oder dem „Vielleicht-Baugebiet“ zu tun habe, gehöre in den Bauausschuss. „Wir wissen gar nicht, ob es weitergeht“, meinte Horst Etmanski (CDU). Auf Vorschlag der GAL wurde Marc Wenzel (GAL) bei sieben Enthaltungen zum neuen Vorsitzenden des Werkausschusses gewählt, er löst Hauke Witt (GAL) ab.

 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

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