Kiek in: Der kürzeste Film dauerte 43 Sekunden

Rolf Beicher (von links) mit den Lokalmatadoren Luca Krömer und Jonathan Bahr. Sie stellten ihren Film "Trampolin" vor, der nicht ihr einziges gemeinsames Projekt bleiben soll. Foto: asc

Laboe. Rolf Beicher konnte beim ersten Laboer Kurzfilm-Kiek-in rund 80 Besucher in der Lesehalle begrüßen. Die waren des Lobes voll über diese in Laboe neuartige Veranstaltung. Der Organisator versprach eine Neuauflage im nächsten Jahr. Kurzfilm – ein Genre, das durch die Plattform Youtube eine Art Renaissance vor allem bei jungen Menschen erlebt. So kamen auch die beiden Lokalmatadore Luca Krömer (18) und Jonathan Bahr (19) dazu, ihren Kurzfilm Trampolin erstmals vor Publikum vorstellen zu können. Beicher hatte die beiden Laboer auf dem Online-Portal entdeckt, angesprochen und zur Mitarbeit gewonnen.  „Es war eine gute Erfahrung“, sagte Jonathan. Entstanden war ihr Film, nachdem die Entscheidung in der Gemeinde getroffen worden war, das Trampolin am Laboer Strand zu schließen (wir berichteten). Als eine Art Protest dagegen, wie die beiden erklären. „Wir haben dort gearbeitet und gesehen, wie viel Spaß die Jugendlichen dort hatten. Dann sollte es abgebaut werden“, so der 19-Jährige zur Motivation.  Rolf Beicher, der sich unter anderem der Kurzfilmagentur „Auge und Ohr“ bedient, konnte aber auch Lynn Marx für die Premiere gewinnen. Die Fotografin aus Lutterbek stellte einen ihrer ersten Filme Das Maß vor. Mittlerweile hat sie weitere Streifen produziert, unter anderem anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Szenekneipe ihrer Eltern „Der Lutterbeker“. Entstanden ist ein 96-minütiger Film, der dort auch zu sehen sein wird. Ein Trailer dazu läuft bereits im Internet.  Der kürzeste Film, den die Zuschauer sahen, dauerte 43 Sekunden, andere zwischen fünf und zwölf Minuten. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und beteiligte sich an der Bewertung.  Rolf Beicher, der seit über 20 Jahren Jugendfilmfestivals macht, zeigte sich hoch erfreut über die positive und „unerwartet große“ Resonanz. „Wir mussten sogar Leute nach Hause schicken“, bedauerte er. Die Lesehalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Am 13. Oktober zeigt er das Kurzfilm-Kiek-in im Café Godot in Kiel, für 2016 verspricht er eine Neuauflage in Laboe. asc   

 

Quelle: Kieler Nachrichten

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