Baupläne beunruhigen die Bürger in Laboe

Laboe. Die Regenwasserund Verkehrssituation in Laboe trieb viele Einwohner in die Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde. Denn im Gespräch ist derzeit ein Baugebiet im Oberdorf.Wie berichtet, hat ein Investor Interesse an einem Grundstück im hinteren Bereich der Kirche. Die Anwohner fürchten eine Erschließung über die ohnehin verkehrlich angespannte Ostlandstraße.
Dies ist allerdings auch im politischen Raum nicht gewollt, sodass nach anderen Möglichkeiten der Zuwegung gesucht worden war. Auf Anfrage aus der Einwohnerschaft informierte Bürgermeister Walter Riecken, dass die bisher geführten Gespräche zwischen Investor und Eigentümer zu keinem positiven Ergebnis geführt hätten. Die Eigentümer wollten keine ständige Befahrbarkeit zulassen. Folge: Der Investor verhandele auch mit anderen Eigentümern. Er könne nicht ausschließen, dass der Investor seine Pläne aufgrund des finanziellen Aufwands für eine Erschließung auch ganz ad acta legt, erklärte Riecken. Die Situation der Regenwasserableitung ist auch der Knackpunkt bei der Erschließung des neuen Wohngebiets am Ortsrand. Architekt Carlos Göttsch versicherte, dass „kein Regenwasser ins Unterdorf“ abgeleitet werde. „Wir sind mit dem neuen Baugebiet ganz autark“, so Göttsch. Die LWG mache ihre Zustimmung zu den Plänen davon abhängig, dass diese Zusagen eingehalten werden, sagte LWGSprecher Jürgen Schröder. Sensibel sei auch die Erschließung. Die solle nicht über die Feldstraße, sondern über die Kreisstraße 30 (Neubau eines Kreisverkehrs) erfolgen, versicherte der Architekt. Gleichwohl müsse man das neue Baugebiet auch an die Feldstraße anschließen, „allein schon wegen der nachbarschaftlichen Beziehungen“, hieß es dazu. Anwohner regten an, die Gemeinde möge zunächst ihr Entwässerungsproblem im Unterdorf lösen, bevor sie über neue Baugebiete nachdenke des neuen Wohngebiets
Bürgermeister Riecken kündigte an, dass weiter an den Lösungsmöglichkeiten im Bereich Katzbek/Wiesenweg gearbeitet werde. Die vorgesehene Variante, ein Regenrückhaltebecken im Kurpark zu bauen, komme aus wirtschaftlichen Gründen „wohl nicht infrage“. Im Haushaltsplan für die nächsten zwei Jahre stünden 1,15 Millionen Euro für Maßnahmen bereit, an denen gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband gearbeitet werde. Auch für die Straßensanierung plant die Gemeinde für das kommende Jahr 150 000 Euro ein. Eine Prioritätenliste soll auf Grundlage der von Ingenieur Hermann Leevsen vorgestellten Untersuchung erarbeitet werden. Das drängendste Problem: Die Sanierung des Kurvenbereichs Dellenberg/ Hafenstraße (wir berichteten).  Die Kosten bezifferte Leevsen auf 65 000 Euro. Man müsse fünf Wochen für die Sanierung rechnen. In dieser Zeit müsse die Straße in dem Bereich gesperrt werden. Probleme werde das vor allem für den Busverkehr mit sich bringen.

 

Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

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