Das neue Aldi-Dach soll auch begrünt sein

Dem Neubau von Aldi steht nichts im Weg - unter der Bedingung, dass auch der Neubau wieder ein begrüntes Dach hat. Foto: Stoltenberg

Laboe (pst) Was grün ist, soll auch wieder grün werden – darauf bestanden aber nicht nur die GRÜNEN in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses, sondern auch die Vertreter anderer Fraktionen. Der Hintergrund: Schon in einer anderen Sitzung war dem Bauausschuss das Aldi-Neubauprojekt vorgestellt worden. Damals hatte man sich geeinigt, dass auch das Flachdach des Neubaus begrünt werden soll. Bei der aktuellen Präsentation war aber keine Rede mehr von einem begrünten Dach. Und auch sonst hatte der Bauausschuss viele Themen auf der Tagesordnung.

Laboe wächst und dementsprechend größer sollen auch die Supermärkte an der Bullbrücke werden. Aldi wird den 900 Quadratmeter großen Laden abreißen und an gleicher stelle einen rund 1.200 Quadratmeter großen Neubau mit Flachdach errichten. „dm“ plant derzeit keine Neuerungen. Edeka wiederum will auf die wachsenden Anforderungen mit einem großen Anbau reagieren. Der Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplanes 31 für den Bereich zwischen Brodersdorfer Weg und Schwanenweg stimmte der Ausschuss zu – unter der Voraussetzung, dass auch das Flachdach des Aldi-Neubaus wieder ein Gras- beziehungsweise begrüntes Dach wird. Für die Entsorgung des Regenwassers ist die derzeitige Kanalisation nicht ausreichend. Deshalb wird das in einem unterirdischen Rückhaltebecken aufgefangen. Sollten an der Bullbrücke Nachtlieferungen durchgeführt werden, müssten Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden. Derzeit sind Nachtlieferungen aber wohl nicht vorgesehen. Für eine bessere Erreichbarkeit von Kunden ohne Pkw wird ein Fußweg entstehen, der über den Langensoll führt. Und auch andernorts im Ostseebad tut sich was. Mit Lammertzweg, Steinkamp und Mühlenstraße werden die ersten Straßen saniert. Die Arbeiten im Lammertzweg haben bereits begonnen und sollen zügig abgeschlossen werden. Der Lammertzweg war eine von jenen Straßen, die als besonders sanierungsbedürftig eingestuft worden waren. Im Bereich Mühlenstraße 5 wird es aufgrund von Arbeiten an den Abwasser- und Regenwasserleitungen vom 21. bis zum 29. September zu einer Vollsperrung kommen. Und in der Hafenstraße sollen Schilder, die ein absolutes Halteverbot ausweisen, aufgestellt werden. Auch am Wochenende kam es durch wildes Parken hier wieder zu Engpässen. Laboe braucht mehr Kita- und Krippenplätze. Noch bis 2016 ist die Betreuung der Kinder in einer „Zweigstelle“ der DRK-Kita genehmigt. Wie es danach weitergehen soll, ist noch ungewiss. Die GRÜNEN erachten die Immobilie im Schwanenweg aber als durchaus ausbaufähig. Sie stellten deshalb den Antrag, zu prüfen, ob der Bereich Schwanenweg 26 bis 34 auch in ein Mischgebiet umgewidmet werden könnte. Das allerdings sorgte nicht bei allen Fraktionen für Begeisterung. Vertreter von LWG und CDU befürchteten, dass durch die Umwidmung Gewerbetreibende abgeschreckt werden könnten. Inken Kuhn von den GRÜNEN betonte aber nochmal, dass es sich hierbei lediglich um einen Antrag auf Prüfung handle und nur den Bereich Schwanenweg 26 bis 34 betreffen würde. Mit knapper Mehrheit wurde dem Antrag zugestimmt. Eine weitere Idee der GRÜ- NEN floppte allerdings. Beantragten sie doch, die Strandstraße in eine „Rechts-vor-links“- Zone umzuwidmen, um klarere Verhältnisse zu schaffen. Das jedoch hielten die anderen Fraktionen für gar keine gute Idee. Denn schon in der Vergangenheit war der Verkehr in der Strandstraße schon mal durch rechts vor links geregelt worden. Allerdings hatte man damit keine guten Erfahrungen gemacht. Der Antrag wurde abgelehnt, nicht aber jener, zumindest im Prof. Munzer Ring die Zone 30 bis zum Ortsschild auszuweiten. Im Bereich Brodersdorfer Weg wäre diese Regelung nicht praktikabel, weil sie Behinderungen für den Busverkehr mit sich gebracht hätte. „Wie soll das ehemalige Gelände des Grundschulgebäudes I genutzt werden? Die Frage stellt sich in Laboe schon seit einiger Zeit. Und Gemeindevertreter und Vertreter von Vereinen und Schule haben da auch schon viele Ideen. Bis aber eine zufriedenstellende Lösung gefunden ist, wird eine Rasenfläche angelegt, der Teich ist bereits gesichert. Das Thema geht jetzt wieder zurück in die Fraktionen. Das Freya-Frahm-Haus macht weiter große Fortschritte. Jetzt stellten die zuständigen Architekten ihre Pläne vor, Laboes Bürgerzentrum auch für Behinderte zugänglich zu machen. Um das Gesamtbild des Hauses nicht zu stören, schlagen die Architekten eine Rampenlösung für den vorderen und hinteren Bereich vor. 

Quelle: Probsteier Herold

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