Auch neue Yachten werden mal zum "Ole Schippn"

Ganz stilecht vom Deck eines Segelschiffes aus, berichteten Thorsten Vergin, Detlef Boje und Karl-Christian Fleischfresser von der Entstehung des Vereins "Ole Schippn" vor 15 Jahren. Foto Stoltenberg

 

Laboe (pst) Jetzt wurde mit maritimen Klängen und frischem Spanferkel 15-jähriges Bestehen rund um das Vereinsheim gefeiert. Viele Wegbegleiter und Mitglieder waren gekommen, um gemeinsam zurück – und nach vorne zu blicken. Aber bevor man den Jubiläumsabend lecker und stimmungsvoll ausklingen ließ, ließen der erste Vorsitzende Thorsten Vergin und die „Gründungsväter“ Karl-Christian Fleischfresser und Detlef Boje die anfänglich noch schwierige Entstehung des Vereins nochmal Revue passieren. Hierzu „reisten“ Boje und Fleischfresser im Ruderboot von der gegenüber liegenden Seite des Hafens per Ruderboot an. Mitte der 80er Jahre entstanden immer mehr Museumshäfen und so die Idee, ob es etwas Ähnliches damals auch in Laboe geben könnte. Doch in Laboe gab es schon vier Segelvereine und die Skepsis war anfänglich groß. In dieser Zeit entstand auch die Idee, eine Veteranen- Regatta von Laboe aus zu veranstalten. Mit Erfolg: Als die Veteranen-Regatta erstmals 1993 in Laboe stattfand, gingen anfänglich noch 70 Schiffe, Ende der 90er Jahre stolze 220 Schiffe an den Start. Heute ist die Regatta unter dem Namen „German Classics“ ein traditionelles Highlight in Laboe, das auch in diesem Jahr wieder über 150 der historischen Yachten ins Ostseebad lockte. Die „Interessengemeinschaft alter Schiffe“ wurde gegründet, es entstand der „Museumshafen Probstei“, heute Laboe. Detlef Boje wurde sozusagen als erster Vorsitzender überrumpelt. Fragte man ihn doch: „Kannst du mal eine Satzung schreiben?“ Gesagt – getan. Und Boje war es auch, der für eine wachsende Mitgliederzahl sorgte und dafür, dass der Verein sein Heim bekam. Seit 2001 gehört auch „De Albertha“ als Charterschiff mit zu einem nicht wegzudenkenden Angebot von „OSL“. Mit ihr stechen jedes Jahr Laboer Grundschüler in See, um sich nicht nur herumschippern zu lassen, sondern auch das Leben und Arbeiten an Bord und das Teamwork kennen zu lernen. Zum maritimen „Fuhrpark“ des Vereins gehören mittlerweile rund 30 Schiffe und Boote. Immer wieder restaurieren die Mitglieder des Vereins auch alte Boote wie jetzt die „Domino“ im alten Rettungsschuppen der DGzRS. Unter den 30 Schiffen und Booten sind aber auch einige ganz neue Yachten. Aber „Ole Schippn“ ist sich sicher: „Die werden auch noch alt.“ Thorsten Vergin gab auch noch einen Überblick über das Projekt „Drei in einem Boot“, das in Zusammenarbeit mit den beiden anderen Laboer Vereinen entstand. Kinder und Jugendliche sollen mit „Drei in einem Boot“ ans Segeln heran geführt werden. Hierzu bieten sich Optimisten an, die auch durch Spenden finanziert wurden. Nach so vielen Rückblicken ging es daran, sich mit Spanferkel und dem einen oder anderen „Emmes“, dem Laboer Kräuterschnaps, zu stärken. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Shantychor „Ole Schippn“ mit vielen maritimen Klassikern. Und „Ole Schippn“ nutzte die Gelegenheit, um Michael Müller, Vormann des Seenotkreuzers „Berlin“, eine Spende in Höhe von 100 Euro zu überreichen. 

Quelle: Probsteier Herold

 

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