Für den Hafen gut im Zeitplan

Laboe. Die Bauarbeiten am Laboer Hafen sind Schauplatz für viele Bürger, die Stück für Stück miterleben wollen, in welchem Ausmaß sich das Hafenumfeld verändert. Bauleiter Konstantin Schulz-Wulkow ist täglich mit vielen Einwohnern im Gespräch und gibt Auskunft über Details. Sorge bereitet ihm allerdings derzeit der Unterbau des Holzlagerkais. Von Astrid Schmidt „Für die vielen Überraschungen, die wir hier im Boden vorfinden, sind wir gut im Zeitplan“, schätzt Bauleiter Schulz-Wulkow die Lage ein. Sorgenfalten bereiten ihm derzeit der mangelhafte Aufbau am Holzlagerkai und das aus dem Dellenberg nach unten drängende Grundwasser. Er zeigt einen Schacht, in dem er ständig den Wasserstand ablesen kann. Wenn er zu hoch steigt, müsse abgepumpt werden, so Schulz- Wulkow. Fertig gestellt ist allerdings inzwischen die Veranstaltungsfläche, die mit einem grauen Betonpflaster versehen ist. „Dort ist die Belastung nicht so hoch. Problematisch wird es in dem Streifen direkt an der Wasserkante, der künftig für Schwerlastverkehr wie Bootstransporte vorgesehen ist“, so der Bauleiter. Er sei dennoch guter Dinge, das Problem lösen zu können, versichert er. Gerade sei die letzte der drei Spielflächen fertiggestellt, sodass nun der Fallschutz aufgetragen werden kann. Das Wetter sei dabei nicht hinderlich. „Wenn es zu schlecht wird, wird ein Zelt dafür aufgestellt. Uns drückt der Abrechnungstermin für die Maßnahme“, sagt Schulz- Wulkow. Die Entscheidung, die Parkfläche neben der Gaststätte Fischküche mit anthrazitfarbenem Betonpflaster auszulegen, statt zu asphaltieren, sei genau die richtige gewesen. Nicht nur aufgrund der ansprechenden Optik, sondern auch aus praktischen Erwägungen heraus. „Wenn jetzt etwas verändert oder vielleicht eine Tankstelle für E-Bikes eingerichtet werden soll, lässt sich das mit weit weniger Aufwand machen als bei einer Asphaltfläche“, erklärt der Bauleiter. Besonders ansprechend sieht der Platz auch durch die sandfarbenen geschwungenen Bänke aus. In den rückwärtigen Bögen, so Schulz- Wulkow, sollen Schirmplatanen ein Schattendach bilden. Außerdem würden Granitstelen aufgestellt, auf deren Ende maritime Skulpturen installiert werden sollen. Der Bauleiter hat dafür den Laboer Hobby-Künstler Dieter Roespel verpflichtet, aus dessen Hand bereits die Skulpturen auf dem Probsteier Platz stammen. Schulz-Wulkow hofft nun ebenso wie Bürgermeister Walter Riecken, dass der Winter mild wird und noch eine Weile auf sich warten lässt, um den engen Bauzeitenplan einhalten zu können. Er höre angesichts der gigantischen Veränderungen viel Lob von den Laboern. „Das hat sich wirklich gelohnt“, sagen viele schon jetzt.

Von Astrid Schmidt

Quelle: Kieler Nachrichten

Zurück