Gelungener Rettungseinsatz der „Berlin“ für erkrankten russischen Seemann

In enger Zusammenarbeit: Der SAR-Hubschrauber der Marine und die Besatzung des Seenotrettungskreuzers "Berlin" an der "Hogge" auf Reede vor Kiel Leuchtturm. Foto hfr/DGzRS

Laboe (jw) Für einen schwer erkrankten russischen Seemann sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Laboe am verangenen Dienstag in der Kieler Bucht im Einsatz gewesen. Der Mann hatte über starke Bauchschmerzen geklagt und benötigte dringend ärztliche Hilfe. Kurz nach dem Hilferuf verließ der Seenotrettungskreuzer „Berlin“ den Heimathafen Laboe, an Bord waren ein Arzt und ein als Rettungsassistent ausgebildeter Seenotretter. Sie wurden von der „Berlin“ zum 163 Meter langen Containerschiff „Hooge“ (unter der Flagge Gibraltars) gebracht, das vor Kiel Leuchtturm auf Reede lag. Das Übersteigen von der „Berlin“ auf die „Hooge“ über die Lotsenleiter war bei bis zu drei Meter Seegang und stürmischen Wind aus Ost bis Stärke 8 (74 km/h) mehr als schwierig und erforderte umsichtige nautische Manöver von Seiten des Rettungskreuzers. Zeitgleich organisierte die Seenotleitstelle Bremen der DGzRS die Abbergung des Schwerkranken durch einen SAR-Hubschrauber der Marine. Dieser traf bereits kurz nach dem Seenotrettungskreuzer vor Ort ein. Nachdem der Notarzt den Zustand des 65-Jährigen stabilisiert hatte, wurde dieser mit einem Rettungskorb direkt vom SAR-Hubschrauber per Winde aufgenommen und in ein Krankenhaus geflogen.

Quelle: Probsteier Herold

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