Ist das noch Laboe? Neubauten verändern das Bild des Ostssebades

Es ist ein trauriger Anblick: Mit der "Speelmannsstell" muss wieder ein historisches Gebäude dem Wohnfortschritt weichen

Laboe (pst) Betrachtet man Neubauprojekte im Ostseebad, drängt sich der Eindruck auf, dass hier wortwörtlich mehr geklotzt als gekleckert wird. Dementsprechend groß ist der Unmut vieler Bürger darüber, dass der ursprüngliche Charakter Laboes immer mehr verschwindet.
Das „Ensemble“ gegenüber der Kirche wurde entgegen der Aussage des zuständigen Architekturbüros nicht reizvoller dadurch, dass man es schließlich als Ensemble erkennen konnte. Proteste hagelte es auch, als das alte Beeke- Sellmer-Haus, dessen Erhalt und Umbau zu einem Museum sich viele gewünscht hatten, einem Wohnblock weichen musste, nachdem es über Jahre verfallen war. Und auch ein weiterer Bestandteil des prägenden „Rundlings“, die „Speelmannsstell“, wird einer „Wohnresidenz“ weichen müssen, die wiederum einen recht klotzigen Eindruck macht. Für „Portland“ mussten zwar keine ursprünglichen Laboer Gebäude weichen – trotzdem meinen viele Laboer, dass die Wohnanlage eher einer Trabantenstadt gleicht, als sich harmonisch in den Ort einzufügen. Dabei sind viele Gemeinden daran interessiert, gerade jene Wahl-Laboer ins Ostseebad zu holen, die hier ihren Hauptwohnsitz haben und nicht allein eine mitunter kostspielige Ferienwohnung. Dabei gibt es in der Parkstraße auf dem ehemaligen Lantau- Gelände oder am Dellenberg durchaus löbliche Beispiele dafür, wie gut sich eine neue Bebauung in den Charakter des Ortes einfügen kann. Was aber kann man tun, um der Verschandelung, wie viele die einheitliche moderne Bebauung nennen, zu verhindern oder einzuschränken? Was sagen Laboes Politiker zur mitunter klotzigen Bauweise? Und was meinen die Laboer? Antworten auf diese und andere Fragen lesen Sie demnächst im „Probsteier Herold“.
Quelle: Probsteier Herold

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