Überlebenshelfer fanden viele Unterstützer

Frau über Bord: Madeline Speck wird aus dem Wasser gerettet

 

LABOE. „Wir sind lieber Förderer als Kunden“, meinte Doreen Verges, als sie gestern am Tag der Seenotretter in Laboe ihre Fördermitgliedschaft für sich, ihren Mann Matthias und Sohn Max (2) unterschrieb. Dafür wurden die Segler aus Heikendorf am Abend zur Begrüßungsfahrt auf die „Berlin“ geladen. Eine gute halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn hatte Jörg Ahrend, Leiter des Informationszentrums Schleswig- Holstein der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), sein Team zur Besprechung versammelt. Nach kurzer Einweisung meinte er: „Wir starten jetzt schon.“ Denn längst war das Gelände am Hafen gut besucht. Früh bildeten sich lange Schlangen vor den beiden Seenotrettungsbooten „Walter Rose“ und „Crempe“, die den ganzen Tag über zu Rundfahrten unterwegs waren. Großer Andrang war auch auf dem Seenotrettungskreuzer „Berlin“, der zum Open Ship lud. Außerdem gab es Schiffsmodelle zu bestaunen – auch in Fahrt – sowie Filmvorführungen. Rolf Wannags, der in Laboe Vorträge über die Arbeit der Seenotretter hält, war ständig auf dem Gelände unterwegs und moderierte von überall aus über sein Mikrofon. Im Einsatz war auch die Feuerwehr, die ihre 30 Meter lange Drehleiter ausfuhr, um an deren Ende die Flagge der DGzRS weithin sichtbar zu machen. Die geplante gemeinsame Rettungsübung mit einem SAR-Hubschrauber der Marine musste zwar ausfallen, weil dieser Hubschrauber kaputt war, doch die Seenotretter führten auch allein mehrere Übungen vor. Für das Manöver „Frau über Bord“ sprang Madeline Speck im Überlebensanzug ins Hafenbecken und ließ sich von ihren Kollegen mit dem Tochterboot der „Berlin“, der „Steppke“, retten. Alle neuen Förderer erhielten eine Urkunde. Bundesweit hat die DGzRS inzwischen rund 300 000 Förderer, die neben den Spenden die Arbeit der Seenotretter finanzieren. „Das ist unser Rückgrat“, sagt Ahrend. Als dann zum Abschluss die neuen Förderer wie zum Beispiel die Familie Verges aus Heikendorf zur Begrüßungsfahrt auf die „Berlin“ eingeladen wurden, reichte der Platz nicht aus. Weil im Laufe des Tages rund 30 neue Förderer unterschrieben hatten, gab es schließlich zwei Begrüßungsfahrten. chr 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

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