Grundschule kämpft um Teich

Der Teich auf dem Abrissgeländevon Haus I ist für die Laboer Grundschüler ein optimales Biotop für den HSU-Unterricht

 

LABOE. Seerosen, Binsen und einige Fische entdecken die Laboer Grundschüler bei ihrer Bestandsaufnahme sofort, vom Molch sind zumindest Spuren erkennbar, nur der kleine Wasserfall ist nicht mehr da. Der ist mit dem Abriss von Haus I verschwunden. Den Teich aber hofft die Schule als Außengelände behalten zu können. Das gehörte auch zu den Empfehlungen des Arbeitskreises im jüngsten Bildungsausschuss der Gemeinde. Das noch bis 2008 für den Unterricht der Grundschule genutzte Haus I war nach mehr als sechs Jahren Leerstand im April abgerissen worden. Noch ist unklar, wie das Gelände künftig genutzt werden soll. Volkmar Heller (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Soziales, Kultur und Sport erinnerte in der Sitzung daran, dass ein multifunktionales Gebäude für Schule, Volkshochschule und andere Nutzer angedacht ist. Für den unter anderem aus Fraktionen, Turnverein und Schule gebildeten Arbeitskreis stellte Ulrike Nowack (Grüne) die Empfehlungen vor, die von einer Spielfläche über eine naturnahe Gestaltung bis hin zu Behinderten-Parkplätzen reichen. Schulleiterin Claudia Telli, die auch im Ausschuss um den Erhalt des Teiches bat, erläuterte vor Ort, warum das Biotop so wichtig ist: „Wir haben kaum Außengelände. Der Teich wird für den HSU-Unterricht genutzt.“ Auch der seit zwei Jahren bestehende Umweltclub setzt sich stark für den Teich ein. Die Bestandsaufnahme der Schüler ergab, dass dringend einiges am Teich und der Bepflanzung getan werden muss. Sie möchten zum Beispiel die Tanne entfernen, den Zaun erneuern und wieder einen Wasserfall bauen. Im Ausschuss hatte Telli außerdem berichtet, dass die Schule mit voraussichtlich 145 Schülern „stabil zweizügig“ bleiben werde. Zum Schuljahresende werden 42 Schüler die Schule verlassen, aber wahrscheinlich etwa ebenso viele neu kommen. Im nächsten Schuljahr wird erstmals Philosophie angeboten, nachdem endlich eine Lehrkraft dafür gefunden wurde. Das Interesse an dem Fach ist nach Angaben von Telli sehr stark: „Ein großer Teil unserer Kindern ist konfessionslos.“ Zur Einführung einer schulischen Assistenz sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass der Schulträger selbst einstellt. Geklärt wurde im Ausschuss, dass die neuen Kunstwerke von Dieter Roespel nun doch am Hafen aufgestellt werden. Wie berichtet, war einigen Gemeindevertretern die Absprache mit dem verstorbenen Bürgermeister Walter Riecken nicht bekannt. Weil Roespel den Eindruck hatte, seine Werke seien nicht erwünscht, nahm er sie wieder ab. „Das sind wunderbare Skulpturen – die gehören da hin“, meinte Jürgen Schröder (LWG). Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst (SPD) stellte klar: „Die werden da aufgestellt.“ Von Thomas Christiansen 

Quelle: Kieler Nachrichten

 

 

Zurück