Roespel-Objekte kommen zurück an alter Stelle

Endlich steht es fest: Ganz im Sinne von Bürgermeister Walter Riecken werden die Objekte von Dieter Roespel an ihrem ursprünglich geplanten Standort installiert. Foto: Stoltenberg

 

 

 

 

Laboe (pst) Im Ostseebad plagt so manchen Ortspolitiker die Angst vor „musealen Zuständen“ im Freya-Frahm-Haus. Soll es doch eine Begegnungsstätte für alle Bürger werden. Um gelegte oder ungelegte Eier im Naturerlebnisraum ging es in der vergangenen Sitzung des BSKS-Ausschusses ebenso wie um schulische Belange oder das Aufstellen von vorher aufgestellten und nachher wieder kurzzeitig entfernten Kunstobjekten eines Dieter Roespel am Hafen. Besonders zügig verlaufen die Diskussionen immer dann, wenn etwa die Finanzierung einer schulischen Assistenz von vorneherein durch das Land gesichert ist. Ganz anders verhält es sich da mit der Gartengestaltung des Freya-Frahm-Grundstücks.

Dank umfangreicher Sanierungsarbeiten konnte im Freya- Frahm-Haus jetzt die erste Ausstellung nach der Umbauphase eröffnet werden. Damit sind die Arbeiten aber noch lange nicht beendet. Ein Kooperationsvertrag mit dem Förderverein sollte jetzt in der modifizierten Fassung beschlossen und als Empfehlung an die Gemeindevertretung weiter gegeben werden. Aber hier gab es noch Einwände über bestimmte Formulierungen, die dem Verein zu viele Kompetenzen zusprechen könnten. Dabei gilt allen Formulierungen zum Trotz: Das letzte Wort hat immer die Gemeinde. Zumindest darüber, dass das Freya-Frahm-Haus allen Bürgern zugänglich sein soll, war man sich einig. Ansonsten wurde der modifizierte Vertrag in Teilen in Frage gestellt, bevor die Frage gestellt wurde, wofür man überhaupt einen Vertrag brauche. Und auch das Thema Gartengestaltung des Freya-Frahm-Hauses gipfelte zwar nicht in der Diskussion, ob Gänseblümchen wünschenswert seien oder nicht – die 10.000 Euro, die voraussichtlich anfallen werden, sollen möglichst aus dem Erbe der Freya-Frahm bezahlt werden. Der Förderverein hatte sich an das regionale Bildungszentrum gewandt, das bereits im Rahmen eines Unterrichtsprojektes Vorschläge zur Gartengestaltung erarbeitet hatte. Zur Finanzierung hatte der Verein Beantragung von Fördermitteln und Spendenaufrufe vorgeschlagen. Wenn es um die Einführung einer so genannten „schulischen Assistenz“ geht, möchte Laboe gerne mitreden, wenn es um die Bewerber geht. Denn wird das Verfahren in der Trägerschaft der Gemeinde durchgeführt, darf diese auch ganz konkret mit darüber entscheiden, wer schulischer Assistent oder Assistentin an der Grundschule wird. Apropos Grundschule: Kurz und knapp, klar und strukturiert war wie gewohnt der Bericht von Schulleiterin Claudia Telli. Sie verkündete, dass sich viele sehr qualifizierte Kandidatinnen um die Stelle der Schulsozialarbeiterin beworben hätten. Bedauerlich sei lediglich, dass kein einziger männlicher Bewerber dabei war. Für das Gelände des ehemaligen Haus I wünscht sich die Schule, das vorhandene Biotop zu erhalten und zu sichern. Außerdem würde die Schule die geplante Grünfläche gerne als Alternative zum Unterricht innerhalb des Gebäudes im Sinne des Projektes „Zukunftsschule“ nutzen. Außerdem soll eine Lagermöglichkeit für Arbeitsgerät des Hausmeisters geschaffen werden. Ab dem kommenden Jahr soll in der Laboer Grundschule auch Philosophie gelehrt werden. Damit sollen Kinder, die konfessionslos sind, eine Alternative zum Religionsunterricht haben. Derzeit sind im Ostseebad 13 Flüchtlinge und Asylsuchende untergebracht. Sie werden von Paten und Sprachpaten betreut. Einige wurden bereits Mitglieder in Vereinen oder der Freiwilligen Feuerwehr. Geplant ist ein Stammtisch im Vier-Wochen-Takt, an dem sich Laboer und Asylsuchende regelmäßig austauschen können. Zur Zukunft des AWO-Bürgertreffs wünschten sich einige Ausschussmitglieder wiederum ausführlichere Informationen zu den Plänen der gemeinnützig agierenden Arbeiterwohlfahrt. Und endlich wurde auch über die schon mal installierten und später wieder entfernten Kunstobjekte von Dieter Roespel entschieden. Der hätte sich auch vorstellen können, seine maritimen Objekte alternativ im Bereich Musikmuschel installieren zu können. Aber schließlich stellte sich bei einer Besichtigung vor Ort heraus, dass der ursprüngliche Standort vor den neuen Bänken am Hafen doch der idealere sei. Ob man diese Empfehlung nun an die Laboer Gemeindevertretung für einen Beschluss weiter geben sollte, obwohl ein Beschluss schon unter Bürgermeister Walter Riecken gefasst wurde, musste natürlich ganz im Sinne demokratischer Gepflogenheiten gemeinsam diskutiert werden. Fest aber steht: Roespels Objekte werden nach langem Hin und Her dort installiert, wo sie ursprünglich geplant waren. Quelle: Probsteier Herold

 

 

 

 

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