Übungsfeuer im Munitionsdepot erfolgreich bekämpft

Übung für die Feuerwehrkameraden: Zwei Autos sind zusammen gestoßen, beide Fahrer müssen verletzt aus den Wracks geborgen werden.

 

Laboe/Heikendorf (PH) Feuer in der Lagerhalle des des Munitionsdepots Laboe: Was sich wie ein Schreckensszenario liest, war eine große Übung der Freiwilligen Feuerwehren Altheikendorf und Neuheikendorf, die am vergangenen Sonnabend einen Vormittag lang bei der Bundeswehr-Feuerwehr des Munitionsdepots zu Gast waren, um gemeinsam mit der diensthabenden Wachabteilung die Zusammenarbeit zu üben. Nach einer theoretischen Einweisung durch den Leiter der Feuerwache galt es, das Feuer in der Lagerhalle zu bekämpfen. Zwei Personen wurden in der komplett mit Diskonebel gefluteten Halle vermisst. Sofort wurden drei Trupps unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung in das Gebäude geschickt. Unter Zuhilfenahme der Wärmebildkameras der Wehren Neu- und Altheikendorf wurden die von Übungspuppen dargestellten Verletzten schnell gefunden und gerettet. Im Zuge der Übung konnten insgesamt fünf Trupps unter Atemschutz eingesetzt werden. Im Außenbereich wurden zwei Riegelstellungen mit C-Rohren aufgebaut, um eine Ausbreitung des Brandes auf weitere Gebäude sowie den angrenzenden Wald zu verhindern. Nach dem Aufräumen und einer Erholungspause wurde an zwei Stellen die Technische Hilfeleistung geübt: Während sich die ausgebildeten Sägenführer mit einem Löschfahrzeug zu einem umgestürzten Baum begaben und den Einsatz der Motorkettensäge in Erinnerung riefen, musste vom Großteil der Kameraden ein gestellter Verkehrsunfall abgearbeitet werden: Nach einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw lag ein Fahrzeug auf der Seite, in beiden Autos war jeweils der Fahrer eingeklemmt. Mit schwerem technischen Gerät des Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs der Neuheikendorf Wehr sowie des Rüstwagens der Bundeswehr-Feuerwehr konnten zeitgleich beide Verletzte befreit werden. Dazu mussten beide Fahrzeuge erst einmal gegen Wegrutschen bzw. Umkippen gesichert werden. Gleichzeitig wurde der Brandschutz mit Wasser und Pulver sichergestellt. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen nahmen alle Feuerwehrfrauen und -männer die Übungsmöglichkeiten motiviert wahr, man war sich einig, dass die Zusammenarbeit zukünftig regelmäßig beübt werden muss. Bei einem gemeinsamen Mittagessen vom Grill klang die Veranstaltung aus.
Quelle: Probsteier Herold

 

Zurück