Planungen zur Skateranlage im Ostseebad sind „doof gelaufen“

 

Laboe (pst) „Doof gelaufen“ seien die bisherigen Planungen zur Laboer Skaterbahn. Das sagte Amtsdirektor Sönke Körber gleich zu Beginn der jüngsten Sitzung des Werkausschusses der Gemeinde. Deshalb bat er jetzt auch darum, das Thema möglich sachlich und zügig voran zu bringen. Aber wie immer hatten manche Ausschussmitglieder da noch so einige Detailfragen….

Zuerst einmal gab Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst bekannt, dass am 15. Juni in Anwesenheit von Vertretern des Wasser- und Schifffahrtsamtes der erneuerte SFK-Anleger abgenommen worden sei. Um Schönberger Urlauber immer auch mal wieder „ohne Auto“ in Laboe begrüßen zu können, soll der Busverkehr zwischen Laboe und Schönberg verbessert werden. Natürlich gilt das auch für Laboer Urlauber, die Schönberg ohne Auto besuchen wollen. Detlef Boje organisiert für Patienten der Ostseeklinik Holm Sightseeing Touren im Ostseebad. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit Susanne Hörger-Ahlers im Naturerlebnisraum. Und wieder müssen die Laboer nicht befürchten, dass dadurch Parkplätze knapp werden. Denn die Besucher werden per Shuttlebus transportiert. Immer wieder ein Grund für lange Diskussionen ist Laboes immer noch nicht vorhandene Skateranlage. Sönke Körber appellierte an die Ausschussmitglieder sich auf die wesentlichen Fragen wie: „Welche Anlage?“ und „Wie können wir sie finanzieren?“ zu konzentrieren, um möglichst Anfang des kommenden Jahres eine solche Anlage aufbauen zu können. Die CDU wollte allerdings die Standortfrage klären, weil sie den bisherigen Standort im Rosengarten für weniger geeignet hält. Gegenvorschläge der Christdemokraten: Die frei gewordene Fläche durch den Abriss von Haus I der Grundschule, ein Bereich hinter der Surfschule oder eine alte gemeindeeigene Fläche neben dem Stoschplatz. Vom Wiederaufbau der alten Anlage kann aber keine Rede sein. Denn nachdem man deren Teile zuerst neben dem Standort und später im Bauhof gelagert hatte, wurde deutlich, dass sie aufgrund von Schäden nicht mehr nutzbar ist. Deshalb wurde die alte Anlage entsorgt. Dann wurde festgestellt, dass auch die Platte unter der Skaterbahn marode ist. Um künftige Planungen abzuwarten, ließ man wortwörtlich erstmal Gras über die Stelle wachsen. Sönke Körber schlug vor, am ursprünglichen Standort durch die Werkleitung drei mögliche Lösungen prüfen zu lassen. Denn zum derzeitigen Zeitpunkt habe es wenig Sinn, über Summen zu diskutieren, die noch gar nicht ermittelt worden seien. Außerdem gab Körber zu bedenken, dass sich mit jedem neuen Standort auch wieder neue Fragen ergeben würden. Für die Finanzierung müsse die Werkleitung prüfen, ob noch Restgelder etwa aus der Finanzierung des Rosengartens, vorhanden seien. Mit sechs gegen fünf Stimmen entschied sich der Ausschuss dafür, die Möglichkeiten am bisherigen Standort zu prüfen. Zu den Veranstaltungen im Rosengarten gab es noch Fragen: Fest steht aber, dass im Gegensatz zu Straßen oder Wegen die Veranstaltungen auf Rasenflächen nicht streng geregelt sind. So können bei Regen durch schwerere Fahrzeuge tiefe Rinnen entstehen. Abhilfe würde der so genannte deutlich robustere „Schotterrasen“ schaffen, der allerdings eine unattraktive braune Färbung entwickelt. Und es ist tatsächlich so: Ob eine Veranstaltung auf dem Rasen stattfinden kann, hängt vom Wetter ab. Auch hofft man darauf, dass die Anbieter auch schon mal größere Teile zu ihrem Standort tragen. Für die Aufladung von Elektroautos wurde am Laboer Hafen ein möglicher, idealer Standort ermittelt. Denn drei Meter neben dem genannten Bereich befindet sich der Hauptverteiler. Grünes Licht gab der Ausschuss für das weitere Vorgehen beim „Klima- Küsten-Erlebnispfad“. Auf Schildern erklärt der Opa dabei seiner Enkelin Mathilda die Besonderheiten der Region. Das Projekt soll im besten Fall mit Fördermitteln durch die AktivRegion oder die Bingolotterie und einen Eigenanteil der Gemeinde finanziert werden.
Quelle: Probsteier Herold

 

Zurück