Laboe will Strandkurabgabe erhöhen

Die Strandkurabgabe für Laboer Gäste soll sich zum nächsten Jahr auf 2,50 Euro erhöhen. Auch wer zum Baden die Schwimmhalle besucht, könnte künftig zahlen.

 

Laboe. Wer sein Sonnenbad am Kurstrand von Laboe genießen möchte, muss künftig dafür mehr bezahlen. Die Strandkurabgabe soll sich zum nächsten Jahr von 2 Euro in der Hauptsaison auf 2,50 Euro (jeweils 1 Euro weniger in der Nebensaison) erhöhen. Diskutiert wurde im Finanzausschuss am Mittwoch auch eine Abgabe in Höhe von 3,70 Euro.  Zwei Änderungen waren unstrittig: Die Hauptsaison wird vom 1. Mai bis 30. Oktober (bisher 15. Mai bis 15. Oktober) ausgeweitet und verlängert sich damit um einen Monat. Und: Künftig soll auch die Schwimmhalle als eine für die Kurabgabe relevante Einrichtung einbezogen werden. Wer also künftig vom 15. März bis 31. Oktober die Schwimmhalle besucht, um zu baden, zahlt die jeweils gültige Kurabgabe. Ausgenommen sind Kinder und diejenigen, die das Hallenbad für therapeutische Zwecke nutzen.  3,70 Euro wäre der Satz, mit dem dann kalkulatorisch der für Laboe errechnete Aufwand für die Unterhaltung und Pflege der touristischen Einrichtungen und Anlagen abgedeckt wäre. Doch das wollten die Vertreter von SPD, LWG und CDU den Laboer Kurgästen nicht zumuten. „Wir müssen an die vielen Familien denken, für die das eine enorme Belastung wäre und die sich das nicht leisten können“, sagte Inken Kuhn (Grüne). Unterstützt wurde sie von Volkmar Heller (SPD). Michael Meggle (GAL) und Carsten Leonhardt (Wir für Laboe) hingegen sprachen von einer Chance, Einnahmen zu erzielen, die nicht zulasten der eigenen Bürger gingen. „Wir haben die Belastung durch die Schwimmhalle, die die Laboer mit höheren Grund- und Gewerbesteuern schultern müssen, aber die Gäste wollen wir nicht stärker belasten – das soll mal einer den Einwohnern erklären“, so Leonhardt. Auch Meggle plädierte für den Höchstsatz. Eine endgültige Entscheidung dazu trifft die Gemeindevertretung am Mittwoch, 15. Juli, 19 Uhr, in der Cafeteria der Grundschule.  Bei Enthaltung der CDU-Fraktion stimmten die Gemeindevertreter der Gründung eines Zweckverbandes für die Breitbandversorgung der Probstei zu. asc
 Quelle: Kieler Nachrichten

 

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