Fischereimuseum genießt „Gastrecht“ im Frahm- Haus Laboe

Viele Besucher kamen zur Ausstellungseröffnung ins Freya-Frahm-Haus

 

(pst) Schleswig-Holstein ist nun mal meerumschlungen. Das bedeutet auch, dass die Fischerei im nördlichsten Bundesland immer eine zentrale Bedeutung hatte. In Möltenort geht das Fischen auf eine 400 Jahre alte Tradition zurück. Viele gute Gründe also, um dem Thema „Fischer & Fische“ eine eigene Ausstellung zu widmen. Der „Förderverein Fischereigeschichte Möltenort“ zeigt jetzt in Ermangelung eines eigenen Fischereimuseums im Freya-Frahm-Haus Teile jener Exponate, die über Jahre zusammen getragen wurden. Gleichzeitig bietet die Ausstellung „Fischer & Fische“ die Möglichkeit, das frisch renovierte Erdgeschoss des Freya-Frahm- Hauses in Augenschein zu nehmen.
Eröffnet wurde die Ausstellung in der ehemaligen Erdgeschoss- Wohnung von Gabriela Lübeck vom Förderverein Freya-Frahm-Haus, Laboes Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst, Gerhard Draasch vom Förderverein Fischereigeschichte Möltenort und von Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth. Der hatte auch gleich die schwierige Aufgabe, zu erklären, warum in Möltenort bisher noch kein endgültiger Standort für das Museum gefunden wurde. Zwar wurde zuletzt das Gebäude der Hafenmeisterei favorisiert und auch schon als Museum geplant – Entwürfe hierfür werden auch innerhalb der Ausstellung gezeigt – leider hat es bisher in Möltenort gegen jeden geplanten Standort irgendwelche Einwände von Nachbarn oder auch Seglern gegeben. Sehr zum Missfallen der Vereinsmitglieder. Denn die haben innerhalb der vergangenen Jahre jede Menge Informationen, aber auch historische Exponate zum Thema Fischerei zusammen getragen, die jetzt an verschiedenen Stellen in Heikendorf gelagert werden müssen. Deshalb sagte Alexander Orth: „Von wenns und abers können wir in Heikendorf ein Lied singen.“ Orth versprach aber auch, dass er sich dafür einsetzen werde, dass die Ausstellung zukünftig einen festen Standort in Heikendorf bekommen soll und dass man nicht immer nur das „Gastrecht in Ausstellungsräumen anderer Gemeinden“ nutzen werde. Ulrike Mordhorst freute sich darüber, dass das Freya-Frahm-Haus den zweiten Bauabschnitt hinter sich habe. Aber weitere Maßnahmen stehen noch an. „Fischer & Fische“ gibt viele interessante Einblicke in die Geschichte der Fischerei im nördlichsten Bundesland. Ein Schwerpunkt ist dabei Möltenort. Denn über lange Zeit lebten hier die meisten Menschen von der Fischerei. In den 70er Jahren ging die Fischerei immer mehr zurück. Die Gründe dafür waren vielfältig. Auch heute gibt es noch wenige Berufsfischer, dafür viele, die als Nebenerwerbsfischer tätig sind. „Fischer & Fische“ informiert aber auch über die Techniken des Fischens und zeigt Fischkutter in kleinen Vitrinen. Zu sehen sind auch die möglichen Planungen für die Räumlichkeiten der Hafenmeisterei in Möltenort. Im Freya-Frahm- Haus ist aber nur ein kleiner Teil jener Informationen und Exponate zu sehen, die über die Jahre zusammen getragen wurden. Seit 2011 gibt es in Heikendorf den gemeinnützigen Förderverein Fischereigeschichte Möltenort, der mittlerweile über 150 Mitglieder hat. Neue Förderer sind immer willkommen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Öffnungszeiten: Freitag, 3. bis Sonntag, 5. Juli, Freitag, 10. bis Sonntag, 12. Juli und Freitag, 17. bis Sonntag, 19. Juli von 10 bis 17 Uhr.
Quelle: Probsteier Herold

 

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